Ekel (1965)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Roman Polanski |
|---|---|
| Genre | Drama, Thriller, Horror |
| Laufzeit | 104 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1965-06-01 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 300.000 $ |
| Einspielergebnis | 3.100.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (1.138 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Carole ist ein schüchternes junges Mädchen und lebt mit ihrer älteren Schwester in einer großen Wohnung. Kontakt zu Männern hat sie kaum. Nur Colin zeigt Interesse an ihr, das sie weder erwidern kann noch will.
Als ihre Schwester Hélène mit ihrem Freund Michael in den Urlaub fährt, den Carole nicht sonderlich mag, kommt Carole mit sich und ihrer Umwelt nicht mehr zurecht. Sie geht nicht mehr zur Arbeit, verkriecht sich in der Wohnung und leidet unter paranoiden Wahnvorstellungen, die in imaginierten Übergriffen durch Männer gipfeln. Als Colin sie schließlich zur Aussprache stellen will, treten ihre Psychosen vollends hervor.
Entstehungsgeschichte
Roman Polanski inszenierte den Film, der 1965 erschien. Catherine Deneuve trägt als Carole die Hauptrolle, an ihrer Seite sind Ian Hendry, John Fraser und Yvonne Furneaux zu sehen. Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Drama, Thriller und Horror sind hier keine drei getrennten Register, sondern drei Ebenen desselben Vorgangs. Der Schrecken kommt nicht von außen, er entsteht in der Wahrnehmung einer Figur, und die Erzählung folgt ihr, statt sie zu beobachten. Was für Carole wirklich ist, wird für die Dauer der Handlung auch für das Publikum wirklich.
Die Anlage ist streng: eine Wohnung, eine Frau, die zunehmende Abwesenheit aller anderen. Je enger der Raum, desto weniger lässt sich zwischen Empfindung und Ereignis unterscheiden. Der Stoff berührt psychische Erkrankung und sexuelle Gewalt, allerdings als Vorstellungsbilder einer Erkrankten, was ihn heikel und zugleich präzise macht: Er zeigt einen Zustand von innen, ohne ihn zu erklären.
Einordnung & Wirkung
7,4 von 10 Punkten bei über tausend Stimmen sind für einen so unzugänglichen Stoff ein deutlich positiver Wert. 61 Jahre nach dem Erscheinungsjahr steht der Film für eine Richtung des Genres, die auf Ausstattung und Ungeheuer verzichtet und die Bedrohung ganz in eine Figur verlegt. Wer Horror mit sichtbaren Gegnern gleichsetzt, findet hier wenig davon; wer ihn als Zustandsbeschreibung versteht, findet eine ihrer strengsten Ausführungen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Catherine Deneuve als Carol Ledoux
- Ian Hendry als Michael
- John Fraser als Colin
- Yvonne Furneaux als Hélène Ledoux
- Patrick Wymark als le propriétaire
- Renée Houston als Mme Balch
- Valerie Taylor als Mme Denise
- James Villiers als John
- Helen Fraser als Brigitte
- Monica Merlin als Mme Rendesham
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Verfügbarkeit
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