Der Mieter (1976)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Roman Polanski |
|---|---|
| Genre | Thriller, Mystery, Drama |
| Laufzeit | 125 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1976-05-26 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Einspielergebnis | 5.100.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (1.263 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Trelkovsky, ein schüchterner Bürokrat, mietet eine alte Wohnung ohne Badezimmer. Die Vormieterin, die Ägyptologin Simone Choule, hat in diesen Räumen versucht, sich das Leben zu nehmen. Die Concierge tritt unfreundlich auf, der Vermieter Monsieur Zy pocht auf strenge Verhaltensregeln, und schon bald hat Trelkovsky den Eindruck, dass die Nachbarn ihn beobachten und verfolgen.
Er besucht Simone im Krankenhaus und lernt dort ihre Freundin Stella kennen. Nach Simones Tod wächst seine Anziehung zu der Frau, deren Wohnung er übernommen hat, ins Unheimliche. Er beginnt zu glauben, Vermieter und Nachbarn wollten auch ihn in den Suizid treiben, so wie sie es zuvor mit ihr getan hätten. Ob dieser Verdacht zutrifft oder aus ihm selbst kommt, bleibt die Frage, an der die Geschichte sich entlangbewegt.
Entstehungsgeschichte
Roman Polanski führte bei dem 1976 erschienenen Film Regie und steht zugleich selbst vor der Kamera. Neben ihm sind Isabelle Adjani, Melvyn Douglas und Jo Van Fleet besetzt. Freigegeben ist der Film ab sechzehn Jahren.
Hinter den Kulissen
Thriller, Mystery und Drama greifen hier ineinander, und die Motive benennen die Themen unmissverständlich: Paris und Frankreich als Schauplatz, Suizid, Identität, Paranoia, Halluzination, Identitätskrise. Aus dieser Zusammenstellung ergibt sich eine Erzählform, die ihre Spannung nicht aus einer äußeren Bedrohung bezieht, sondern aus der Wahrnehmung der Hauptfigur. Wenn Halluzination und Identitätskrise als Stichworte gleichberechtigt neben der Verfolgung stehen, ist die Unzuverlässigkeit des Blicks Teil der Konstruktion. Dass Regie und Hauptrolle in einer Hand liegen, verstärkt die Konzentration auf diese eine Perspektive. Der Stoff berührt Selbsttötung und psychische Zerrüttung und verlangt entsprechend Zurückhaltung in der Beschreibung.
Einordnung & Wirkung
7,6 von 10 Punkten aus mehreren tausend Stimmen ergeben einen deutlich zustimmenden Wert, der für einen Film dieser Sperrigkeit bemerkenswert hoch ausfällt. Die Stimmenzahl bleibt überschaubar und deutet auf ein Publikum hin, das den Titel gezielt aufsucht. 50 Jahre sind seit dem Erscheinungsjahr vergangen, und die Anlage als Kammerspiel in einem Mietshaus altert langsamer als effektgetriebene Formen. Im psychologischen Thriller steht der Film für die Variante, die das Bedrohliche vollständig in den Alltag verlegt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Roman Polanski als Trelkovsky
- Isabelle Adjani als Stella
- Melvyn Douglas als Monsieur Zy
- Jo Van Fleet als Madame Dioz
- Bernard Fresson als Scope
- Shelley Winters als Concierge
- Lila Kedrova als Madame Gaderian
- Claude Dauphin als Husband at accident
- Claude Piéplu als Neighbour
- Rufus als Georges Badar
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Verfügbarkeit
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