Der Pianist (2002)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Roman Polanski |
|---|---|
| Genre | Drama, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 150 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2002-09-17 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 35.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 120.098.945 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,4 (10.451 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Władysław Szpilman spielt am 23. September 1939 Chopin im polnischen Rundfunk, als eine Bombe das Studio trifft. Er ist Jude, gefeierter Pianist und lebt mit seiner Familie in Warschau. Der Film folgt ihm durch die Errichtung des Ghettos, die Umsiedlung von rund 400.000 Menschen auf wenige Straßenzüge und schließlich zum Umschlagplatz, an dem seine Familie in die Züge nach Treblinka steigt.
Ein Ordner zieht ihn im letzten Moment aus der Reihe. Von da an überlebt Szpilman versteckt in leerstehenden Wohnungen, in wachsender Isolation, halb verhungert. Der Film gibt ihm dabei keine Heldenrolle — er kämpft nicht, er rettet niemanden, er wird von anderen versteckt und wartet.
Entstehungsgeschichte
Die Vorlage sind Szpilmans eigene Aufzeichnungen, die 1946 erschienen, von der polnischen Zensur zurückgezogen wurden und erst 1998 wieder veröffentlicht werden konnten.
Roman Polański war als Kind im Krakauer Ghetto und entkam, seine Mutter wurde in Auschwitz ermordet. Er hatte Spielbergs Angebot abgelehnt, "Schindlers Liste" zu inszenieren, weil ihm der Stoff zu nah war; Szpilmans Bericht wählte er, weil er nicht seine eigene Geschichte erzählt, sondern eine, in der er Details wiedererkannte. Mehrere Einzelheiten stammen aus seiner Erinnerung, darunter eine Szene, in der ein alter Mann von Soldaten in den Rinnstein gestoßen wird.
Hinter den Kulissen
Gedreht wurde in Warschau, in Berlin und in Babelsberg. Für die Ghettostraßen nutzte die Produktion ein Gelände in Berlin, das noch Bausubstanz der Zeit aufwies; die zerstörte Stadt entstand als Kulisse mit digitaler Erweiterung.
Adrien Brody nahm rund fünfzehn Kilogramm ab, löste seine Wohnung auf, verkaufte sein Auto und trennte sich von seiner Partnerin, um die Isolation der Figur körperlich und im Alltag nachzuvollziehen. Er spielte Klavier bereits seit seiner Kindheit und übte für die Rolle mehrere Stunden täglich; die Handbewegungen im Film sind seine, die Aufnahmen stammen von dem Pianisten Janusz Olejniczak.
Einordnung & Wirkung
Der Film gewann die Goldene Palme in Cannes und drei Oscars: für die Regie, für das adaptierte Drehbuch und für Adrien Brody, der mit neunundzwanzig Jahren der bis heute jüngste Preisträger in dieser Kategorie ist.
Er wird regelmäßig neben "Schindlers Liste" diskutiert und dabei häufig als der härtere Film bezeichnet, weil er auf jede Rettungserzählung verzichtet: Szpilman überlebt durch Zufälle, nicht durch Handlung. Der deutsche Offizier Wilm Hosenfeld, der ihn am Ende versteckt, ist historisch belegt; er starb 1952 in sowjetischer Gefangenschaft.
Bilder








Besetzung & Stab
- Adrien Brody als Władysław 'Władek' Szpilman
- Thomas Kretschmann als Captain Wilm Hosenfeld
- Frank Finlay als Father
- Maureen Lipman als Mother
- Emilia Fox als Dorota
- Ed Stoppard als Henryk Szpilman
- Julia Rayner als Regina Szpilman
- Jessica Kate Meyer als Halina Szpilman
- Michał Żebrowski als Jurek
- Wanja Mues als SS Slapping Father
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