Die Verurteilten (1994)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Frank Darabont |
|---|---|
| Genre | Drama, Krimi |
| Laufzeit | 142 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1994-09-23 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 25.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 28.341.469 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,7 (31.368 Stimmen) |
| Verfügbar bei | Amazon Prime Video, HBO Max |
Trailer
Worum es geht
Der Banker Andy Dufresne wird 1947 für den Mord an seiner Frau und deren Liebhaber zu zweimal lebenslänglich verurteilt — er beteuert seine Unschuld, die Indizien sprechen gegen ihn. Im Staatsgefängnis Shawshank trifft er auf Red, der dort seit zwanzig Jahren sitzt und als Beschaffer gilt, weil er praktisch alles ins Gefängnis bringen kann.
Über zwei Jahrzehnte baut Andy sich eine Position auf: Er verwaltet die Steuererklärungen der Wärter, baut die Gefängnisbibliothek aus und wäscht schließlich das Schwarzgeld des Direktors. Der Film erzählt das nicht als Gefängnisdrama mit Ausbruchsplan, sondern als Studie über die Frage, wie lange ein Mensch an einer Zukunft festhalten kann, für die es keine Belege gibt. Reds langsamer Weg von Resignation zu Hoffnung ist die eigentliche Handlung.
Entstehungsgeschichte
Die Vorlage ist Stephen Kings Novelle "Rita Hayworth and Shawshank Redemption" aus dem Sammelband "Frühling, Sommer, Herbst und Tod". Frank Darabont erwarb die Rechte über Kings sogenanntes Dollar-Baby-Programm, mit dem der Autor Kurzgeschichtenrechte für einen symbolischen Dollar an Nachwuchsfilmer abgibt; Darabont hatte zuvor eine Kurzgeschichte Kings verfilmt. King löste den Scheck nie ein und schickte ihn Jahre später gerahmt zurück.
Darabont schrieb das Drehbuch in rund acht Wochen. Rob Reiner bot ihm anschließend 2,5 Millionen Dollar für den Stoff und wollte ihn mit Tom Cruise und Harrison Ford besetzen. Darabont lehnte ab, weil er selbst inszenieren wollte — nach eigener Aussage die Entscheidung, die seine Laufbahn bestimmte.
Hinter den Kulissen
Gedreht wurde im damals stillgelegten Ohio State Reformatory in Mansfield, einem realen Gefängnis aus dem 19. Jahrhundert, dessen Zellenblöcke die Produktion weitgehend im Originalzustand nutzte.
In Kings Vorlage ist Red ein weißer Ire. Die Besetzung mit Morgan Freeman änderte das, ohne den Text anzupassen — Reds Antwort auf die Frage nach seinem Spitznamen ("Vielleicht, weil ich Ire bin") blieb als Witz erhalten. Auf dem Foto des jungen Red bei einer früheren Anhörung ist Freemans Sohn Alfonso zu sehen. Für die Flucht durch das Abwasserrohr kroch Tim Robbins tatsächlich durch die Röhre; die Flüssigkeit bestand aus Wasser, Schokoladensirup und Sägemehl.
Einordnung & Wirkung
Im Kino fiel der Film durch: rund 16 Millionen Dollar in den USA bei 25 Millionen Produktionskosten. Sieben Oscar-Nominierungen brachten keine einzige Auszeichnung — 1994 war das Jahr von "Forrest Gump" und "Pulp Fiction".
Der Erfolg kam über die Videothek und über jahrelange Wiederholungen im US-Fernsehen, wo der Film zum Dauerläufer wurde. Seit den 2000ern steht er nahezu durchgehend an der Spitze der Nutzerwertung auf IMDb. Er gilt inzwischen als das Standardbeispiel dafür, dass das Kinoergebnis nichts über die Lebensdauer eines Films aussagt — und dafür, wie stark Zweitverwertung einen Kanon prägen kann.
Bilder








Besetzung & Stab
- Tim Robbins als Andy Dufresne
- Morgan Freeman als Ellis Boyd 'Red' Redding
- Bob Gunton als Warden Norton
- William Sadler als Heywood
- Clancy Brown als Captain Byron T. Hadley
- Gil Bellows als Tommy
- James Whitmore als Brooks Hatlen
- Mark Rolston als Bogs Diamond
- Jeffrey DeMunn als 1946 D.A.
- Larry Brandenburg als Skeet
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Verfügbarkeit
Im Abo verfuegbar bei: Amazon Prime Video, HBO Max.