Schindlers Liste (1993)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Steven Spielberg |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 195 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1993-12-15 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 22.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 321.365.567 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,6 (17.920 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Oskar Schindler kommt 1939 nach Krakau, um am Krieg zu verdienen. Er übernimmt eine enteignete Emaillefabrik, beschäftigt jüdische Zwangsarbeiter, weil sie ihn nichts kosten, und pflegt seine Kontakte zur SS mit Alkohol und Bestechung. Sein Buchhalter Itzhak Stern führt derweil möglichst viele Menschen auf die Beschäftigtenliste, weil ein Arbeitsplatz Schutz bedeutet.
Was den Film trägt, ist die Verschiebung, die Schindler selbst nie ausspricht. Nach der Auflösung des Ghettos und den Zuständen im Lager Płaszów unter Amon Göth beginnt er, Menschen gezielt freizukaufen — bis er sein Vermögen aufgebraucht hat. Am Ende stehen rund 1.100 Namen auf der Liste.
Entstehungsgeschichte
Der australische Autor Thomas Keneally erfuhr die Geschichte 1980 zufällig von Leopold Pfefferberg, einem Überlebenden, der ein Lederwarengeschäft in Beverly Hills führte und seit Jahrzehnten versuchte, die Geschichte verfilmen zu lassen. Aus dem Gespräch entstand Keneallys Roman.
Steven Spielberg erwarb die Rechte 1982, hielt sich aber über zehn Jahre für nicht reif genug für den Stoff. Er bot ihn Roman Polański und Martin Scorsese an; Polański, dessen Mutter in Auschwitz ermordet wurde, lehnte damals ab und drehte den Stoff Jahre später in Form von "Der Pianist". Spielberg verzichtete auf jede Gage und bezeichnete es als undenkbar, mit diesem Film Geld zu verdienen.
Hinter den Kulissen
Gedreht wurde in Polen, an Originalschauplätzen in Krakau und vor dem Gelände von Auschwitz-Birkenau — in das Lager selbst ließ das Staatliche Museum keine Dreharbeiten zu, weshalb außerhalb des Zauns eine spiegelbildliche Kulisse errichtet wurde.
Kameramann Janusz Kamiński drehte in Schwarzweiß, überwiegend mit Handkamera und ohne künstliche Ausleuchtung, teilweise mit Materialempfindlichkeiten, die an Dokumentaraufnahmen der 1940er erinnern. Das Mädchen im roten Mantel ist die einzige Farbe im Hauptteil des Films. Spielberg beschrieb die Dreharbeiten als die schwerste Zeit seines Berufslebens; er telefonierte abends regelmäßig mit Robin Williams, der ihn aufheitern sollte.
Einordnung & Wirkung
Der Film gewann sieben Oscars, darunter bester Film und beste Regie — Spielbergs erste Auszeichnung nach mehreren Nominierungen. Weltweit spielte er über 320 Millionen Dollar ein.
Aus den Einnahmen gründete Spielberg 1994 die Shoah Foundation, die inzwischen über 50.000 Interviews mit Überlebenden aufgezeichnet hat und damit eines der umfangreichsten Zeitzeugenarchive der Welt unterhält. In Deutschland wurde der Film 1994 zu einem Ereignis, das weit über das Kino hinausging und in Schulen breit eingesetzt wurde. Kritik kam unter anderem von Claude Lanzmann, dem Regisseur von "Shoah", der die Auffassung vertrat, der Holocaust lasse sich nicht als Spielfilm mit rettendem Helden erzählen — eine Debatte, die bis heute geführt wird.
Bilder








Besetzung & Stab
- Liam Neeson als Oskar Schindler
- Ben Kingsley als Itzhak Stern
- Ralph Fiennes als Amon Goeth
- Caroline Goodall als Emilie Schindler
- Jonathan Sagall als Poldek Pfefferberg
- Embeth Davidtz als Helen Hirsch
- Małgorzata Gebel als Viktoria Klonowska
- Shmuel Levy als Wilek Chilowicz
- Mark Ivanir als Marcel Goldberg
- Béatrice Macola als Ingrid
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