Der Pate (1972)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Francis Ford Coppola |
|---|---|
| Genre | Drama, Krimi |
| Laufzeit | 175 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1972-03-14 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 6.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 245.066.411 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,7 (23.605 Stimmen) |
| Verfügbar bei | Amazon Prime Video, Paramount Plus, Joyn Plus, Paramount+, Kabel Eins Classics, Seven Entertainment, Magenta TV+ |
Trailer
Worum es geht
Die Hochzeit seiner Tochter feiert Vito Corleone im Garten, während er im abgedunkelten Büro Bitten entgegennimmt — sizilianische Tradition verlangt, dass er an diesem Tag niemandem etwas abschlägt. Der Film beginnt mit dieser Doppelung und behält sie bei: Familienfeier und Geschäft laufen im selben Haus, getrennt durch eine Tür.
Michael, der jüngste Sohn, ist Kriegsheld und hält sich vom Geschäft der Familie fern. Als ein Attentat auf seinen Vater verübt wird, übernimmt er zunächst nur eine Aufgabe, dann eine weitere. Der Film erzählt über drei Stunden, wie aus dem Außenseiter der Familie ihr kältester Kopf wird — und macht die Verwandlung nicht an einer Entscheidung fest, sondern an einer Kette von Notwendigkeiten.
Entstehungsgeschichte
Paramount kaufte die Rechte an Mario Puzos Roman vor dessen Erfolg. Francis Ford Coppola, damals hoch verschuldet und ohne kommerzielle Erfolge, war nicht die Wunschlösung des Studios, sondern die günstige — er nahm den Auftrag nach eigener Aussage vor allem des Geldes wegen an.
Der Dreh verlief als Dauerkonflikt. Paramount erwog mehrfach, Coppola zu entlassen, lehnte die Besetzung von Al Pacino ab und wollte Marlon Brando nicht, der als schwierig und nicht mehr zugkräftig galt. Brando musste vorsprechen; für die Aufnahme stopfte er sich Papier in die Wangen, um die Kieferpartie der Figur zu finden. Coppola setzte beide gegen erheblichen Widerstand durch.
Hinter den Kulissen
Die reale Mafia beobachtete die Produktion aufmerksam. Nach Verhandlungen mit der Italian-American Civil Rights League verzichtete der Film vollständig auf die Wörter "Mafia" und "Cosa Nostra" — sie fallen im gesamten Film nicht.
Kameramann Gordon Willis setzte die Innenräume so dunkel aus, dass das Studio wiederholt Beschwerde einlegte und die Bilder für fehlbelichtet hielt; die Figuren verschwinden immer wieder in Schatten, Vito Corleones Augen sind über weite Strecken nicht zu sehen. Die Katze, die Brando in der Eröffnungsszene streichelt, war ein Fundtier vom Studiogelände; Coppola drückte sie ihm unmittelbar vor der Aufnahme in die Hand.
Einordnung & Wirkung
"Der Pate" gewann drei Oscars — bester Film, bestes adaptiertes Drehbuch und bester Hauptdarsteller für Marlon Brando, der die Auszeichnung ablehnte und Sacheen Littlefeather entsandte, um auf die Darstellung indigener Menschen im US-Kino hinzuweisen. Der Film war zeitweise der erfolgreichste überhaupt.
Sein Einfluss ist kaum abzugrenzen: Er machte das amerikanische Gangsterepos zur ernstzunehmenden Form, prägte die Bildsprache des Genres über Jahrzehnte und steht am Anfang jener Regiegeneration, die das Hollywood der 1970er bestimmte. Der zweite Teil gewann 1974 erneut den Oscar als bester Film — bis heute der einzige Fall, in dem eine Fortsetzung dieselbe Auszeichnung erhielt wie ihr Vorgänger.
Bilder








Besetzung & Stab
- Marlon Brando als Don Vito Corleone
- Al Pacino als Michael Corleone
- James Caan als Sonny Corleone
- Robert Duvall als Tom Hagen
- Richard S. Castellano als Clemenza
- Diane Keaton als Kay Adams
- Talia Shire als Connie Corleone Rizzi
- Gianni Russo als Carlo Rizzi
- Sterling Hayden als Captain McCluskey
- John Marley als Jack Woltz
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Verfügbarkeit
Im Abo verfuegbar bei: Amazon Prime Video, Paramount Plus, Joyn Plus, Paramount+, Kabel Eins Classics, Seven Entertainment, Magenta TV+.