Interstellar (2014)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Christopher Nolan |
|---|---|
| Genre | Abenteuer, Drama, Science Fiction |
| Laufzeit | 169 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2014-11-05 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 165.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 746.606.706 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,5 (41.204 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Die Erde erstickt: Eine Pflanzenkrankheit hat den Weizen bereits ausgelöscht, der Mais folgt, und Staubstürme machen ganze Landstriche unbewohnbar. Cooper, früher NASA-Testpilot, bewirtschaftet eine Farm und zieht seine Kinder Tom und Murph groß, in einer Welt, die Ingenieure nicht mehr braucht — nur noch Bauern. Als seltsame Anomalien in Murphs Zimmer ihn zu einer versteckten NASA-Einrichtung führen, erfährt er von einem Wurmloch nahe dem Saturn, das jemand oder etwas dort platziert hat, und von zwölf Freiwilligen, die vor Jahren hindurchgeflogen sind, um bewohnbare Welten zu suchen.
Cooper übernimmt die Führung der Nachfolgemission und lässt seine Tochter zurück — mit dem Versprechen, zurückzukehren, und dem Wissen, dass die Zeit auf der anderen Seite anders vergeht. Der Film verhandelt die Folge dieses Versprechens konsequent: Jede Stunde auf einem Planeten nahe dem Schwarzen Loch Gargantua kostet Jahre auf der Erde, und Murph wächst auf, während ihr Vater kaum altert.
Entstehungsgeschichte
Das Projekt begann nicht bei Christopher Nolan. Die Produzentin Lynda Obst entwickelte es gemeinsam mit dem Physiker Kip Thorne, der später den Nobelpreis für den Nachweis von Gravitationswellen erhielt; Steven Spielberg war zunächst als Regisseur vorgesehen. Jonathan Nolan schrieb ab 2007 das Drehbuch für Spielberg und studierte dafür über Jahre Relativitätstheorie. Als Spielberg nach der Trennung von DreamWorks und Paramount ausstieg, kam Christopher Nolan an Bord, verband den Stoff mit eigenen Ideen und schrieb das Buch mit seinem Bruder um — die Vater-Tochter-Ebene stammt weitgehend aus dieser Phase.
Thorne blieb als wissenschaftlicher Berater und ausführender Produzent an Bord, mit einer ungewöhnlichen Abmachung: Nichts im Film sollte gesicherten physikalischen Erkenntnissen widersprechen, Spekulation war nur dort erlaubt, wo die Wissenschaft selbst offene Fragen hat.
Hinter den Kulissen
Nolan drehte auf 35-mm-Anamorph und IMAX-70-mm, ohne Digitalkameras. Für die Maisfelder ließ die Produktion eigene Flächen anbauen und nach dem Dreh die Ernte verkaufen. Statt Greenscreen projizierte das Team die Weltraumbilder auf große LED-Wände hinter den Cockpitfenstern, damit die Reflexionen auf Helmen und Gesichtern echt sind. Die Roboter TARS und CASE waren gebaute, mannshohe Requisiten, die Bill Irwin am Set führte und sprach.
Die Darstellung von Gargantua entstand nicht als künstlerische Annäherung: Das Effekthaus Double Negative setzte Thornes Gleichungen direkt in die Rendersoftware um. Die dabei berechneten Bilder der Gravitationslinse waren so neuartig, dass daraus zwei wissenschaftliche Fachaufsätze hervorgingen. Hans Zimmer bekam von Nolan zunächst nur eine Seite Text über einen Vater und sein Kind — dass es um Science-Fiction ging, erfuhr er erst später; die Orgel wurde in der Temple Church in London aufgenommen.
Einordnung & Wirkung
Der Film gewann den Oscar für die besten visuellen Effekte und war in vier weiteren Kategorien nominiert. Die Kritik war gespalten: Lob für Ambition und Bildgewalt, Widerspruch gegen die pathetische Auflösung im Tesserakt und gegen die Tonmischung, in der Dialoge unter Musik und Geräuschen verschwinden — Nolan verteidigte das ausdrücklich als bewusste Entscheidung. Weltweit spielte der Film über 700 Millionen Dollar ein.
Seine größere Wirkung liegt außerhalb des Kinos. Als das Event Horizon Telescope 2019 die erste echte Aufnahme eines Schwarzen Lochs veröffentlichte, wurde sie überall mit Gargantua verglichen. Im Werk Nolans steht der Film zwischen der wissenschaftlichen Strenge von "Inception" und der Bildstrenge von "Dunkirk" — und er ist sein persönlichster Film, weil die Physik hier nur der Umweg zu einer Familiengeschichte ist.
Bilder








Besetzung & Stab
- Matthew McConaughey als Cooper
- Anne Hathaway als Brand
- Michael Caine als Professor Brand
- Jessica Chastain als Murph
- Casey Affleck als Tom
- Wes Bentley als Doyle
- Topher Grace als Getty
- Mackenzie Foy als Murph (10 Yrs.)
- Ellen Burstyn als Murph (older)
- John Lithgow als Donald
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