Dunkirk (2017)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Christopher Nolan |
|---|---|
| Genre | Kriegsfilm, Action, Drama |
| Laufzeit | 107 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2017-07-19 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 150.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 549.136.737 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (17.991 Stimmen) |
| Verfügbar bei | Amazon Prime Video, HBO Max |
Trailer
Worum es geht
Ende Mai 1940 stehen rund 400.000 alliierte Soldaten am Strand von Dünkirchen eingekesselt, mit dem Meer im Rücken und der Wehrmacht im Nacken. Der Film erzählt ihre Evakuierung auf drei Ebenen mit unterschiedlicher Dauer: eine Woche am Strand, ein Tag auf einem zivilen Boot, das aus England zu Hilfe fährt, und eine Stunde im Cockpit eines Spitfire-Piloten.
Diese drei Zeitebenen laufen parallel montiert, obwohl sie nicht gleichzeitig stattfinden, und treffen erst am Ende zusammen. Der Film verzichtet dabei fast vollständig auf Dialog, auf Hintergründe der Figuren und auf die Gegenseite — deutsche Soldaten sind bis auf die letzten Minuten nie zu sehen.
Entstehungsgeschichte
Christopher Nolan kannte die Geschichte seit seiner Kindheit; er hatte die Überfahrt nach Dünkirchen als junger Mann selbst auf einem Segelboot unternommen. Er entschied sich bewusst gegen einen konventionellen Kriegsfilm mit Vorgeschichten und Familien zuhause und schrieb ein Drehbuch von rund 76 Seiten — für einen Film dieser Größe außergewöhnlich kurz.
Sein Ansatz war, den Stoff als Spannungsfilm zu behandeln, nicht als Drama: Die Frage lautet durchgehend, ob die Figuren überleben, nicht, wer sie sind. Nolan verglich die Konstruktion mit Musik und arbeitete eng mit Hans Zimmer an einer Partitur, die auf einem Shepard-Ton beruht — einer akustischen Täuschung, bei der eine Tonfolge endlos anzusteigen scheint.
Hinter den Kulissen
Gedreht wurde am realen Strand von Dünkirchen, überwiegend auf 65-mm-Film und IMAX. Nolan setzte historische Schiffe ein, darunter mehrere der ursprünglichen zivilen Boote, die 1940 tatsächlich an der Evakuierung beteiligt waren, sowie flugfähige Spitfire.
Für die Luftaufnahmen wurden IMAX-Kameras an den Flugzeugen montiert; da diese Kameras keinen Blick durch den Sucher erlauben, wurden ganze Sequenzen ohne Bildkontrolle gedreht. Für die Massen am Strand nutzte die Produktion neben Statisten auch Pappaufsteller in der Tiefe des Bildes statt digitaler Vervielfältigung. Ein realer Zerstörer wurde für die Untergangsszenen kontrolliert geflutet.
Einordnung & Wirkung
"Dunkirk" spielte weltweit rund 527 Millionen Dollar ein und gewann drei Oscars — für Schnitt, Ton und Tonschnitt. Nolan erhielt seine erste Nominierung als bester Regisseur.
Der Film wurde für seine formale Strenge gelobt und dafür kritisiert, dass er auf Figurenzeichnung fast vollständig verzichtet; einige Rezensionen bemängelten zudem das Fehlen der beteiligten französischen und kolonialen Truppen. Innerhalb von Nolans Werk ist er der konsequenteste Versuch, ausschließlich über Struktur und Ton zu erzählen — und in der Reihe der Kriegsfilme einer der wenigen, die eine Niederlage zum Gegenstand haben, ohne sie in einen Sieg umzudeuten.
Bilder








Besetzung & Stab
- Fionn Whitehead als Tommy
- Tom Hardy als Farrier
- Mark Rylance als Mr. Dawson
- Kenneth Branagh als Commander Bolton
- Cillian Murphy als Shivering Soldier
- Barry Keoghan als George
- Harry Styles als Alex
- Aneurin Barnard als Gibson
- Damien Bonnard als French Soldier
- Lee Armstrong als Grenadier
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Verfügbarkeit
Im Abo verfuegbar bei: Amazon Prime Video, HBO Max.