Memento (2000)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Christopher Nolan |
|---|---|
| Genre | Mystery, Thriller |
| Laufzeit | 113 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2000-10-11 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 9.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 40.060.108 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,2 (16.769 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Leonard Shelby sucht den Mann, der seine Frau ermordet hat. Bei dem Überfall erlitt er eine Hirnverletzung, seither kann er keine neuen Erinnerungen mehr bilden — alle paar Minuten setzt sein Gedächtnis aus. Er behilft sich mit Polaroids, handschriftlichen Notizen und Tätowierungen für die Fakten, denen er glaubt.
Der Film erzählt seine Ermittlung rückwärts: Jede Szene endet dort, wo die vorherige begann. Das Publikum befindet sich damit in Leonards Lage — es weiß, was gleich passiert, aber nie, was vorher war. Parallel läuft in Schwarzweiß ein zweiter, chronologisch vorwärts erzählter Strang, der auf den Anfang des ersten zuläuft.
Entstehungsgeschichte
Die Idee stammt von Jonathan Nolan, der sie während einer Autofahrt seinem Bruder Christopher erzählte. Er schrieb daraus die Kurzgeschichte "Memento Mori", während Christopher parallel das Drehbuch entwickelte — beide Fassungen entstanden gleichzeitig und unterscheiden sich erheblich.
Die Finanzierung war schwierig: Ein rückwärts erzählter Film ohne bekannte Besetzung galt als unverkäuflich. Newmarket stellte schließlich rund 4,5 Millionen Dollar bereit, gedreht wurde in etwa fünfundzwanzig Tagen. Nach der Fertigstellung fand sich zunächst kein Verleih für die USA; der Film lief zuerst in Europa und kam erst nach positiven Festivalreaktionen in die amerikanischen Kinos.
Hinter den Kulissen
Die Konstruktion erforderte ein ungewöhnliches Vorgehen: Jede Farbszene musste an beiden Enden anschlussfähig sein, weil sie mit der vorhergehenden und der nachfolgenden verschränkt ist. Nolan drehte weitgehend in Reihenfolge des Drehplans und behielt die Verschachtelung über Tabellen im Blick.
Guy Pearce trug die Tätowierungen als tägliche Maskenarbeit; die Anordnung ist konsistent, sodass sich aus ihnen der Stand von Leonards Wissen ablesen lässt. Gedreht wurde an realen Schauplätzen in und um Los Angeles, überwiegend in billigen Motels und Diners. Die DVD-Veröffentlichung enthielt eine versteckte Fassung, die den Film in chronologischer Reihenfolge zeigt — und dabei deutlich weniger funktioniert.
Einordnung & Wirkung
"Memento" spielte weltweit rund 40 Millionen Dollar ein und war für zwei Oscars nominiert, für das Originaldrehbuch und den Schnitt.
Er machte Christopher Nolan bekannt und führte direkt zu "Insomnia" und schließlich zu "Batman Begins". Innerhalb seines Werks ist er der Ursprung eines Musters, das sich durch fast alle seine Filme zieht: eine Figur, die eine Erzählung über sich selbst braucht, um weitermachen zu können, und eine Struktur, die diese Erzählung nachbildet. Die Schlussszene stellt offen die Frage, ob Leonard sich seine Aufgabe selbst geschaffen hat — und beantwortet sie nicht.
Bilder








Besetzung & Stab
- Guy Pearce als Leonard
- Carrie-Anne Moss als Natalie
- Joe Pantoliano als Teddy
- Mark Boone Junior als Burt
- Russ Fega als Waiter
- Jorja Fox als Leonard's Wife
- Stephen Tobolowsky als Sammy
- Harriet Sansom Harris als Mrs. Jankis
- Thomas Lennon als Doctor
- Callum Keith Rennie als Dodd
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Verfügbarkeit
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