Inception (2010)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Christopher Nolan |
|---|---|
| Genre | Action, Science Fiction, Abenteuer |
| Laufzeit | 148 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2010-07-15 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 160.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 839.030.630 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,4 (40.219 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Dom Cobb ist Spezialist für Extraktion: Er dringt mit einer geteilten Traumtechnologie in den Schlaf anderer Menschen ein und stiehlt dort Informationen, die im Wachzustand niemand preisgeben würde. Der Beruf hat ihn heimatlos gemacht — Cobb wird wegen des Todes seiner Frau Mal gesucht und kann nicht zu seinen Kindern zurück. Der Konzernchef Saito bietet ihm den Weg zurück an, verlangt dafür aber das Gegenteil seines Handwerks: Inception, das Einpflanzen einer Idee, die das Opfer für seine eigene hält.
Cobb stellt ein Team zusammen — einen Architekten für die Traumwelten, einen Fälscher, einen Chemiker — und plant einen Einbruch über drei ineinander verschachtelte Traumebenen. Je tiefer die Ebene, desto langsamer vergeht dort die Zeit, und desto schwerer ist der Weg zurück. Dass Cobbs eigene Erinnerung an Mal in jeder Ebene auftaucht und die Operation sabotiert, ist das eigentliche Problem des Films.
Entstehungsgeschichte
Nolan trug die Idee fast ein Jahrzehnt mit sich. Ein erstes, rund achtzigseitiges Treatment verkaufte er Anfang der 2000er an Warner Bros., damals noch als Horrorfilm über Traumdiebe gedacht. Er legte den Stoff mehrfach beiseite, weil ihm die emotionale Konstruktion nicht trug — erst nach dem Erfolg von "The Dark Knight" hatte er sowohl das Budget als auch die Freiheit, ihn in der geplanten Form umzusetzen.
Leonardo DiCaprio sagte nicht sofort zu und arbeitete monatelang mit Nolam an der Figur; die Ebene um Cobb und Mal wurde in dieser Zusammenarbeit deutlich ausgebaut. Das war die Bedingung, unter der der Film funktionierte: Die Regeln der Traumwelt sind streng, aber sie tragen nur, wenn die Figur, die sie bricht, einen nachvollziehbaren Grund dafür hat.
Hinter den Kulissen
Gedreht wurde in sechs Ländern, unter anderem in Japan, Marokko, Frankreich, England und Kanada. Der berühmte Kampf im rotierenden Hotelflur war kein Effekt: Die Produktion baute einen rund dreißig Meter langen Korridor in einen Rotationsrahmen, Joseph Gordon-Levitt trainierte wochenlang für die Choreografie in dem sich drehenden Set. Auch die Explosion des Pariser Straßencafés und die Sprengung der Bergfestung in Alberta entstanden praktisch.
Hans Zimmers Score ist mit dem Film verzahnt: Édith Piafs "Non, je ne regrette rien" dient in der Handlung als Wecksignal, und die schweren Blechbläserakkorde der Musik sind extrem verlangsamte Fragmente genau dieses Liedes. Dass Marion Cotillard, die Mal spielt, Piaf zuvor in "La Vie en Rose" verkörpert hatte, war laut Zimmer Zufall und fiel erst spät auf.
Einordnung & Wirkung
"Inception" gewann vier Oscars — Kamera, Ton, Tonschnitt und visuelle Effekte — und war als bester Film nominiert. Weltweit spielte er über 800 Millionen Dollar ein, für einen Originalstoff ohne Vorlage eine Ausnahme in einem Jahrzehnt der Fortsetzungen.
Das offene Schlussbild mit dem Kreisel wird bis heute diskutiert; Michael Caine berichtete, Nolan habe ihm gesagt, jede Szene mit ihm spiele in der Realität. Der Einfluss reicht weit über die Filmhandlung hinaus: Die gedehnten Blechbläser wurden zum meistkopierten Trailer-Sound der 2010er-Jahre, und "Inception" gilt als der Film, der verschachteltes, regelbasiertes Erzählen wieder blockbustertauglich machte.
Bilder








Besetzung & Stab
- Leonardo DiCaprio als Dom Cobb
- Joseph Gordon-Levitt als Arthur
- Ken Watanabe als Saito
- Tom Hardy als Eames
- Elliot Page als Ariadne
- Dileep Rao als Yusuf
- Cillian Murphy als Robert Fischer, Jr.
- Tom Berenger als Peter Browning
- Marion Cotillard als Mal Cobb
- Pete Postlethwaite als Maurice Fischer
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