Oppenheimer (2023)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Christopher Nolan |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 181 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2023-07-19 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 100.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 952.000.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 8 (12.516 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
J. Robert Oppenheimer studiert in Europa, bringt die neue Quantenphysik nach Kalifornien und leitet ab 1942 das Manhattan-Projekt in Los Alamos — eine eigens gebaute Stadt in der Wüste New Mexicos, in der tausende Wissenschaftler unter Geheimhaltung die erste Atombombe entwickeln.
Der Film erzählt parallel dazu eine zweite Zeitebene: die Anhörung von 1954, in der Oppenheimer seine Sicherheitsfreigabe entzogen bekommt, weil seine früheren Verbindungen zur kommunistischen Partei gegen ihn verwendet werden. Und eine dritte in Schwarzweiß, aus der Perspektive von Lewis Strauss, der diese Anhörung betrieben hat. Der Test in der Wüste steht in der Mitte des Films, nicht am Ende — was danach kommt, ist die eigentliche Geschichte.
Entstehungsgeschichte
Grundlage ist die Biografie "American Prometheus" von Kai Bird und Martin J. Sherwin, an der die Autoren fünfundzwanzig Jahre gearbeitet hatten. Christopher Nolan schrieb das Drehbuch in der ersten Person — ein für ihn neues Verfahren, das die subjektiven Passagen von den objektiven trennt.
Es war Nolans erster Film ohne Warner Bros. seit zwei Jahrzehnten; er wechselte zu Universal, nachdem Warner 2021 seine Filme zeitgleich ins Streaming gegeben hatte. Cillian Murphy hatte zuvor in fünf Nolan-Filmen Nebenrollen gespielt und übernahm erstmals die Hauptrolle.
Hinter den Kulissen
Nolan drehte auf IMAX-70-mm und ließ dafür erstmals Schwarzweiß-Filmmaterial in diesem Format herstellen, das es zuvor nicht gab. Die Trinity-Explosion entstand ohne digitale Effekte: Das Team arbeitete mit Treibstoff, Magnesium, Aluminiumpulver und Hochgeschwindigkeitsaufnahmen kleiner Detonationen, die im Bild als riesig lesbar gemacht wurden.
Für Los Alamos baute die Produktion eine Stadt in der Wüste New Mexicos, in Sichtweite des historischen Geländes. Ludwig Göransson komponierte die Musik überwiegend für Violine; die Aufnahmen entstanden in Sitzungen, in denen die Solistin auf Nolans Textpassagen reagierte. Der Applaus in der Jubelszene wurde als Stampfen aufgezeichnet, das die Tonspur bis zur Unerträglichkeit füllt.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit rund 975 Millionen Dollar ein — für ein dreistündiges, dialoglastiges Biografiedrama mit hoher Altersfreigabe ein beispielloses Ergebnis. Er gewann sieben Oscars, darunter bester Film, beste Regie und bester Hauptdarsteller für Cillian Murphy.
Der zeitgleiche Start mit "Barbie" wurde als "Barbenheimer" zum Ereignis, das Millionen Zuschauer in Doppelvorstellungen brachte und dem Kino nach den Pandemiejahren einen ungewöhnlichen Schub gab. Kritik kam vor allem aus Japan: Der Film zeigt die Wirkung der Bomben auf Hiroshima und Nagasaki nicht, sondern bleibt konsequent in Oppenheimers Wahrnehmung — eine Entscheidung, die Nolan mit der subjektiven Erzählweise begründete und die dennoch als Auslassung gelesen wurde.
Bilder








Besetzung & Stab
- Cillian Murphy als J. Robert Oppenheimer
- Emily Blunt als Kitty Oppenheimer
- Matt Damon als Leslie Groves
- Robert Downey Jr. als Lewis Strauss
- Florence Pugh als Jean Tatlock
- Josh Hartnett als Ernest Lawrence
- Casey Affleck als Boris Pash
- Rami Malek als David Hill
- Kenneth Branagh als Niels Bohr
- Benny Safdie als Edward Teller
Weitere Filme von Christopher Nolan
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.