Der Herr der Ringe - Die zwei Türme (2002)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Peter Jackson |
|---|---|
| Genre | Abenteuer, Fantasy, Action |
| Laufzeit | 179 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2002-12-18 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 79.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 926.287.400 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,4 (24.589 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Nach dem Zerbrechen der Gemeinschaft verfolgt der zweite Teil drei getrennte Wege. Frodo und Sam ziehen allein Richtung Mordor und nehmen Gollum als Führer an — jenes Wesen, das den Ring vor Bilbo besaß und seither an nichts anderes mehr denkt. Aragorn, Legolas und Gimli folgen den entführten Hobbits Merry und Pippin und geraten dabei in einen Krieg, der Rohan bereits erfasst hat.
Der Film läuft auf die Belagerung von Helms Klamm zu, in der einige hundert Verteidiger einer Streitmacht von zehntausend Uruk-hai gegenüberstehen. Sein eigentliches Zentrum ist aber Gollum: eine Figur, die in jeder Szene mit sich selbst verhandelt, ob sie den Hobbits hilft oder sie verrät.
Entstehungsgeschichte
Der Mittelteil einer Trilogie hat weder Anfang noch Ende, und Peter Jackson, Fran Walsh und Philippa Boyens verschoben deshalb Material zwischen den Filmen. Die Begegnung mit der Riesenspinne Kankra, in Tolkiens Vorlage der Abschluss des zweiten Bandes, wanderte in den dritten Film; dafür rückte Handlung aus dem ersten Band nach hinten.
Deutlich verändert wurde Faramir. Im Buch weist er den Ring ohne Zögern zurück; im Film wird er zunächst schwach und bringt Frodo bis nach Osgiliath. Jackson begründete die Änderung damit, dass eine Figur, die der Versuchung mühelos widersteht, dem Ring seine Bedrohlichkeit nimmt — bei Tolkien-Lesern blieb es einer der meistkritisierten Eingriffe.
Hinter den Kulissen
Die Schlacht um Helms Klamm wurde über rund vier Monate fast ausschließlich nachts in einem stillgelegten Steinbruch bei Wellington gedreht, bei Dauerregen aus Regenmaschinen. Für die Massen setzte Weta Digital erstmals in großem Umfang die Software Massive ein, in der jede digitale Figur eigenständig auf ihre Umgebung reagiert.
Gollum entstand in einem damals neuen Verfahren: Andy Serkis spielte die Szenen zunächst am Set gemeinsam mit Elijah Wood und Sean Astin, sodass Blicke und Timing stimmten, und wiederholte sie anschließend im Bewegungserfassungsstudio. Ursprünglich war die Figur als reine Animation ohne Darsteller geplant — die Umstellung erfolgte, nachdem Serkis' Sprachaufnahmen überzeugten.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit rund 950 Millionen Dollar ein und gewann zwei Oscars, für visuelle Effekte und Tonschnitt.
Sein bleibender Beitrag ist Gollum. Die Figur galt sofort als Beweis, dass digitale Charaktere schauspielerisch tragen können, und löste eine bis heute geführte Debatte darüber aus, wie Performance Capture bei Filmpreisen zu behandeln ist — Serkis wurde für keinen der drei Filme nominiert. Die Technik, die hier erprobt wurde, steht am Anfang einer Linie, die über "King Kong" und "Avatar" bis zu den "Planet der Affen"-Filmen führt, an denen Serkis erneut beteiligt war.
Bilder








Besetzung & Stab
- Elijah Wood als Frodo
- Ian McKellen als Gandalf
- Viggo Mortensen als Aragorn
- Sean Astin als Sam
- Andy Serkis als Gollum
- John Rhys-Davies als Gimli / Treebeard (voice)
- Orlando Bloom als Legolas
- Bernard Hill als Théoden
- Miranda Otto als Éowyn
- Dominic Monaghan als Merry
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