Wenn Katelbach kommt (1966)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Roman Polanski |
|---|---|
| Genre | Thriller, Komödie, Krimi, Drama |
| Laufzeit | 113 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1966-06-17 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 135.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,7 (321 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Zwei Verbrecher sind auf der Flucht und geraten ausgerechnet an einen Ort, der für Abgeschiedenheit steht: ein Schloss auf einer Insel im Norden Englands. Dort lebt ein ungleiches Paar, der alte George und die viel jüngere Teresa, deren Zusammenleben schon vor dem Eindringen der Fremden skurrile Züge trägt. Die beiden Flüchtigen setzen sich fest und warten. Erwartet wird ihr Boss Katelbach, der die Dinge in die Hand nehmen soll.
Doch Katelbach kommt nicht. Mit jeder Stunde des vergeblichen Wartens verschiebt sich das Gefüge im Haus, und aus der offenen Bedrohung wird ein makabres Spiel um Macht und Abhängigkeit. Wer wen in der Hand hat, lässt sich bald nicht mehr eindeutig sagen. Wie dieses Kräftemessen endet und welche Rolle der Hausherr dabei spielt, sei hier nicht verraten.
Entstehungsgeschichte
Roman Polanski inszenierte den Film, der 1966 erschien. International trägt er den Titel „Cul-de-sac“. Vor der Kamera versammeln sich Lionel Stander, Donald Pleasence, Françoise Dorléac und Jack MacGowran, ein kleines Ensemble, das zur überschaubaren Figurenkonstellation der Geschichte passt: zwei Eindringlinge, ein Ehepaar und ein Abwesender, um den sich alles dreht. Freigegeben ist das Werk ab 16 Jahren.
Hinter den Kulissen
Auffällig ist die Breite der Genres. Thriller, Komödie, Krimi und Drama kommen hier zusammen, und diese Mischung legt nahe, dass Spannung und schwarzer Humor nicht getrennt voneinander auftreten, sondern ineinandergreifen. Eine Geiselsituation, die zugleich komisch und bedrohlich wirkt, lebt von genau dieser Unsicherheit im Tonfall.
Die Anlage erinnert an ein Kammerspiel. Ein abgelegener Schauplatz, wenige Figuren und ein Warten, das sich hinzieht, verlagern das Geschehen von äußerer Handlung auf die Beziehungen zwischen den Beteiligten. Dass die titelgebende Figur ausbleibt, macht die Abwesenheit selbst zum Motor der Erzählung: Nicht das Eintreffen, sondern das Ausbleiben erzeugt die Reibung.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,7 von 10 fällt das Urteil des Publikums ordentlich aus, ohne sich in Begeisterung oder Ablehnung zu verlieren. Die Zahl der Stimmen liegt im dreistelligen Bereich, die Basis ist also überschaubar.
Seit dem Erscheinen sind 60 Jahre vergangen. Innerhalb der Genres nimmt der Film eine Zwischenstellung ein: Wer einen reinen Krimi oder eine klare Komödie erwartet, trifft auf ein Werk, das sich bewusst zwischen diesen Kategorien bewegt und seine Wirkung aus dem Wechsel der Tonlagen bezieht.
Bilder








Besetzung & Stab
- Lionel Stander als Richard
- Donald Pleasence als George
- Françoise Dorléac als Teresa
- Jack MacGowran als Albie
- Iain Quarrier als Christopher
- Jacqueline Bisset als Jacqueline
- Renée Houston als Christopher's Mother
- William Franklyn als Cecil
- Geoffrey Sumner als Christopher's Father
- Robert Dorning als Philip Fairweather
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