Manderlay (2005)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Lars von Trier |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 132 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2005-06-03 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 14.200.000 $ |
| Einspielergebnis | 674.918 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,9 (417 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Im Jahr 1933 erreicht Grace, die Tochter eines Gangsters, eine Plantage namens Manderlay. Was sie dort vorfindet, hat sie nicht erwartet: Auf dem Anwesen herrscht noch immer die Sklaverei. Grace will diesen Zustand nicht hinnehmen. Rückhalt geben ihr bewaffnete Männer aus der Schurkenarmee ihres Vaters, mit denen sie die alte Herrschaft beenden und den Menschen auf der Plantage die Demokratie bringen will.
Der Plan entwickelt sich jedoch anders als gedacht. Die neue Ordnung stößt bei den Schwarzen, denen sie zugutekommen soll, auf wenig Gegenliebe. Es folgt eine Serie von Rückschlägen, und nach und nach stellt sich der frühere Zustand wieder her. Die Geschichte steuert auf eine Wendung zu, die das Selbstverständnis der Befreierin grundlegend infrage stellt.
Entstehungsgeschichte
Lars von Trier hat das Drama inszeniert, erschienen ist es 2005. Bryce Dallas Howard, Isaach de Bankolé, Danny Glover und Willem Dafoe bilden das Zentrum des Ensembles. Für Zuschauer ab 12 Jahren ist der Film freigegeben.
Hinter den Kulissen
Der Film ist ein reines Drama, ohne Beimischung anderer Genres. Das passt zu einem Stoff, der seine Spannung nicht aus äußerer Action bezieht, sondern aus einem Gedankenexperiment. Er kreist um die Frage, was geschieht, wenn Freiheit von außen und unter dem Schutz von Waffen verordnet wird.
Bemerkenswert ist die Ironie, die in dieser Konstruktion steckt. Grace handelt aus Überzeugung, doch ihre Mittel stammen aus der Welt ihres Vaters, also aus einem Umfeld, das selbst auf Gewalt beruht. Dass ausgerechnet sie am Ende zur neuen Sklavenhalterin werden soll, macht aus der Befreiungsgeschichte eine Parabel über Macht, Bevormundung und die Grenzen gut gemeinter Eingriffe.
Einordnung & Wirkung
Mit durchschnittlich 6,9 von 10 Punkten liegt das Drama im oberen Mittelfeld. Das Urteil stützt sich auf erst wenige hundert Stimmen, also auf eine überschaubare Basis.
Seit dem Erscheinen sind 21 Jahre vergangen. Die Fragen, die der Film aufwirft, haben dadurch nichts von ihrer Schärfe verloren: wer über die Freiheit anderer entscheidet und mit welchem Recht. Innerhalb des Dramas zählt Manderlay zu den Werken, die unbequeme Thesen durchspielen, statt beruhigende Antworten anzubieten.
Bilder








Besetzung & Stab
- Bryce Dallas Howard als Grace Margaret Mulligan
- Isaach de Bankolé als Timothy
- Danny Glover als Wilhelm
- Willem Dafoe als Grace's Father
- Michaël Abiteboul als Thomas
- Lauren Bacall als Mam
- Jean-Marc Barr als Mr. Robinsson
- Geoffrey Bateman als Bertie
- Virgile Bramly als Edward
- Ruben Brinkman als Bingo
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Verfügbarkeit
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