Dancer in the Dark (2000)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Lars von Trier |
|---|---|
| Genre | Drama, Krimi |
| Laufzeit | 139 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2000-09-01 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 12.500.000 $ |
| Einspielergebnis | 40.061.153 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,8 (2.072 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Selma Ježková ist tschechische Einwanderin und arbeitet 1964 in einer Fabrik im Bundesstaat Washington. Sie erblindet allmählich an einer erblichen Krankheit — und ihr Sohn Gene hat sie ebenfalls. Eine Operation könnte ihn retten, wenn sie das Geld dafür zusammenbekommt.
Also arbeitet sie Doppelschichten, verheimlicht ihre Blindheit und spart jeden Dollar. Ihr Vermieter, ein Polizist in Geldnot, stiehlt die Ersparnisse. Was daraus folgt, führt Selma vor Gericht und schließlich zur Hinrichtung. Zwischen den Szenen bricht der Film immer wieder in Musicalnummern aus — Selmas einzige Zuflucht, weil sie aus dem Rhythmus von Maschinen, Zügen und Schritten Musik hört.
Entstehungsgeschichte
Lars von Trier schrieb und inszenierte den Film. Die Hauptrolle übernahm die isländische Musikerin Björk, für die es das Schauspieldebüt war; sie schrieb zugleich die Musik.
Die Zusammenarbeit zwischen beiden verlief außerordentlich schwierig und ist bis heute Gegenstand von Berichten und Vorwürfen. In den Nebenrollen sind Catherine Deneuve, David Morse und Peter Stormare zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Musicalnummern wurden mit über hundert digitalen Kameras gleichzeitig aufgenommen, um sämtliche Blickwinkel in einem Durchgang zu erfassen. Die Montage konnte danach frei zusammenstellen, und die Drehzeit verkürzte sich erheblich.
Der Gegensatz ist beabsichtigt: Die Handlungsszenen sind mit wackliger Handkamera und entsättigten Farben gedreht, die Musiknummern dagegen fest, farbig und aus vielen Perspektiven — die Form wechselt genau dann, wenn Selma sich in ihre Vorstellung flüchtet.
Einordnung & Wirkung
In Cannes gewann der Film 2000 die Goldene Palme, Björk den Preis als beste Darstellerin. Das Lied "I've Seen It All" wurde für den Oscar nominiert und unterlag Bob Dylans Beitrag zu "Die Wonder Boys".
Die Kritik ging weit auseinander. Roger Ebert nannte ihn eine kühne, rücksichtslose Geste; Peter Bradshaw hielt ihn für den flachsten und plumpest manipulativen Film des Jahres 2000. Einig war man sich über Björks Leistung, die auch in ablehnenden Besprechungen gelobt wurde.
Es blieb ihre einzige Hauptrolle in einem Spielfilm.
Bilder








Besetzung & Stab
- Björk als Selma Jezkova
- Catherine Deneuve als Kathy
- David Morse als Bill Houston
- Peter Stormare als Jeff
- Joel Grey als Oldrich Novy
- Cara Seymour als Linda Houston
- Vladica Kostic als Gene Jezkova
- Jean-Marc Barr als Norman
- Vincent Paterson als Samuel
- Siobhan Fallon Hogan als Brenda
Weitere Filme von Lars von Trier
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.