Idioten (1998)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Lars von Trier |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama |
| Laufzeit | 117 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1998-05-20 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 2.500.000 $ |
| Einspielergebnis | 7.200 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,5 (671 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Durch Zufall gerät die zurückhaltende Karen an eine Gruppe junger Leute, die sich auf ein radikales Experiment eingelassen hat. Angestachelt von Stoffer, einem erklärten Spießerhasser, geben sie sich in der Öffentlichkeit als „Idioten“ aus und provozieren bei sogenannten „Behindertenausflügen“ durch lautes, aggressives Auftreten ihre Mitmenschen.
Karen wird ohne Umschweife in die unkonventionelle Kommune aufgenommen, die gemeinsam ein leer stehendes Haus bezogen hat und dort alle Freiheiten bis hin zum Gruppensex hemmungslos auslebt. Als Stoffer seine Anhänger tiefer in das Experiment drängt und fordert, den „Idioten“ auch in privaten und beruflichen Beziehungen zu spielen, zerfällt die Gruppe.
Entstehungsgeschichte
Lars von Trier inszenierte den 1998 erschienenen Film. Bodil Jørgensen, Jens Albinus, Anne Louise Hassing und Troels Lyby gehören zur Besetzung. Zugelassen ist der Titel ab sechzehn Jahren.
Hinter den Kulissen
Als Komödie und Drama zugleich angelegt, arbeitet der Film an einer Grenze, die er selbst zum Thema macht. Die Provokation, die im Zentrum steht, ist komisch nur, solange man die Perspektive der Gruppe einnimmt; aus der Sicht der Provozierten ist sie es nicht. Genau diese Doppelung erzeugt das Unbehagen, das die Genrekombination ankündigt.
Die Anlage ist die eines Experiments mit offenem Ausgang. Eine Gemeinschaft setzt sich eine Regel, verschärft sie und prüft, wer sie aushält. Dass die Verschärfung darin besteht, das Spiel in den Alltag zu tragen, verlagert den Konflikt von der Straße in die Figuren hinein: Was als Angriff auf Konventionen begann, wird zur Frage nach dem eigenen Leben. Der Stoff berührt dabei die Darstellung von Behinderung, die hier als Mittel einer Inszenierung der Figuren erscheint und nicht als Gegenstand einer Beschreibung.
Einordnung & Wirkung
Die Durchschnittsbewertung von 6,5 von 10 liegt über der Mitte, ohne in den oberen Bereich zu reichen; das passt zu einem Film, der auf Zustimmung nicht angelegt ist. Die Stimmenbasis bleibt im mittleren dreistelligen Bereich. 28 Jahre nach dem Erscheinen ist das Provokationsprinzip unverändert lesbar, die Reibung ebenfalls. Innerhalb der Kombination aus Komödie und Drama gehört der Film zu den Vertretern, die das Publikum in eine unbequeme Position bringen, statt ihm eine Haltung anzubieten.
Bilder








Besetzung & Stab
- Bodil Jørgensen als Karen
- Jens Albinus als Stoffer
- Anne Louise Hassing als Susanne
- Troels Lyby als Henrik
- Nikolaj Lie Kaas als Jeppe
- Louise Mieritz als Josephine
- Henrik Prip als Ped
- Luis Mesonero als Miguel
- Trine Michelsen als Nana
- Anne-Grethe Bjarup Riis als Katrine
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Verfügbarkeit
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