Der seltsame Fall des Benjamin Button (2008)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | David Fincher |
|---|---|
| Genre | Drama, Fantasy, Liebesfilm |
| Laufzeit | 166 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2008-12-25 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 150.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 335.802.786 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (14.037 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Benjamin Button wird 1918 in New Orleans als Greis geboren, mit Katarakt, Arthritis und der Prognose weniger Tage. Seine Mutter stirbt bei der Geburt, sein Vater setzt ihn auf den Stufen eines Altenheims aus, wo die Angestellte Queenie ihn aufnimmt. Er wächst auf, indem er jünger wird.
Sein Leben läuft dadurch gegen das aller anderen. Als er Daisy als Kind trifft, ist er ein alter Mann; als sie alt ist, ist er ein Kind. Die Zeit, in der sie sich im selben Alter begegnen, umfasst wenige Jahre. Der Film erzählt eine Lebensgeschichte über neunzig Jahre, deren eigentliches Thema ist, dass jede Begegnung im falschen Moment stattfindet.
Entstehungsgeschichte
Die Vorlage ist eine kurze Erzählung von F. Scott Fitzgerald aus dem Jahr 1922, die satirisch angelegt ist und mit dem Film kaum etwas gemein hat. Eric Roth, der zuvor "Forrest Gump" geschrieben hatte, verfasste das Drehbuch — die Ähnlichkeiten der Struktur sind entsprechend deutlich und wurden vielfach angemerkt.
Das Projekt war seit den 1990ern in Entwicklung; Spike Jonze und Ron Howard waren zeitweise vorgesehen. David Fincher übernahm und verlegte die Handlung nach New Orleans, wo kurz vor Drehbeginn Hurrikan Katrina gewütet hatte — der Rahmen im Krankenhaus während des Sturms ist eine Ergänzung des Films.
Hinter den Kulissen
Die Darstellung des alternden und verjüngenden Brad Pitt war die zentrale technische Aufgabe. Für die ersten fünfzig Minuten wurde Pitts Gesicht vollständig digital erzeugt und auf die Körper kleinwüchsiger Darsteller gesetzt. Dafür nahm die Effektfirma Digital Domain Pitts Mimik in mehreren Sitzungen mit einem Gesichtsabguss und hochauflösenden Kameras auf; der so entstandene digitale Kopf konnte anschließend in beliebigem Alter angesteuert werden.
Cate Blanchett wurde für die jungen Jahre digital verjüngt, für die alten mit Prothesen gealtert. Die Arbeit erstreckte sich über rund zwei Jahre und gilt als einer der aufwendigsten Effektfilme ihrer Zeit — ohne dass die Effekte als solche erkennbar sein sollten.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit rund 335 Millionen Dollar ein und war für dreizehn Oscars nominiert, von denen er drei gewann: für visuelle Effekte, Szenenbild und Maske.
Die Kritik lobte das Handwerk und war beim Inhalt geteilt — der Vorwurf lautete, der Film sei über knapp drei Stunden schön anzusehen und emotional distanziert. Für Fincher war es der untypischste Film seiner Laufbahn, weit entfernt von "Sieben" oder "Fight Club". Technisch dagegen ist er ein Wendepunkt: Die hier entwickelten Verfahren zur digitalen Gesichtsübertragung stehen am Anfang dessen, was heute routinemäßig zur Alterung und Verjüngung von Darstellern eingesetzt wird.
Bilder








Besetzung & Stab
- Brad Pitt als Benjamin Button
- Cate Blanchett als Daisy Fuller
- Taraji P. Henson als Queenie
- Julia Ormond als Caroline Fuller
- Jason Flemyng als Thomas Button
- Tilda Swinton als Elizabeth Abbott
- Mahershala Ali als Tizzy Weathers
- Jared Harris als Captain Mike
- Elias Koteas als Monsieur Gateau
- Phyllis Somerville als Grandma Fuller
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Verfügbarkeit
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