Sieben (1995)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | David Fincher |
|---|---|
| Genre | Krimi, Mystery, Thriller |
| Laufzeit | 127 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1995-09-22 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 33.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 327.311.859 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,4 (23.805 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Der kurz vor der Pensionierung stehende Ermittler Somerset und sein neu versetzter Kollege Mills untersuchen einen Mord, bei dem ein extrem übergewichtiger Mann gezwungen wurde, sich zu Tode zu essen. Am Tatort findet sich das Wort "Völlerei". Es ist der erste von sieben geplanten Morden, jeder nach einer der Todsünden.
Der Täter tötet nicht aus Trieb, sondern nach Plan, und behandelt jeden Mord als Predigt. Der Film spielt in einer namenlosen Stadt, in der es fast durchgehend regnet, und verweigert seinen Ermittlern jeden Fortschritt, der nicht vom Täter selbst gestattet wird — bis dieser an einem hellen Nachmittag blutverschmiert in die Polizeiwache spaziert und sich stellt.
Entstehungsgeschichte
Andrew Kevin Walker schrieb das Drehbuch, während er in einem New Yorker Plattenladen arbeitete; die Trostlosigkeit der Stadt in dieser Zeit floss unmittelbar ein. David Fincher übernahm die Regie nach der für ihn zermürbenden Erfahrung mit "Alien 3", von der er sich mit dem festen Vorsatz erholte, nie wieder ohne Kontrolle über den Schnitt zu arbeiten.
Entscheidend war ein Zufall: Fincher erhielt eine frühe Drehbuchfassung mit dem ursprünglichen Ende — jenem mit dem Karton —, das das Studio längst gestrichen hatte. Er sagte nur unter der Bedingung zu, dieses Ende zu drehen. New Line drängte über Monate auf eine Alternative; Brad Pitt unterstützte Fincher und machte das Ende zur Bedingung seiner Mitwirkung.
Hinter den Kulissen
Der Film wurde in einem Verfahren entwickelt, bei dem das Silber im Filmmaterial teilweise erhalten bleibt: Schwarztöne werden dichter, Farben matter. Zusammen mit dem Dauerregen ergibt das eine Bildwelt, in der die Stadt selbst als Ursache wirkt.
Kevin Spacey wird im Vorspann nicht genannt und taucht in keinem Werbematerial auf — die Anonymität war Bedingung, damit sein Auftritt in der Mitte des Films überrascht; er selbst schlug vor, auch die Nennung im Nachspann an den Anfang zu verlegen. Für die Wohnung des Täters ließ die Ausstattung tausende handgeschriebene Notizbücher anfertigen, von denen mehrere tatsächlich vollständig beschrieben wurden.
Einordnung & Wirkung
"Sieben" spielte weltweit über 320 Millionen Dollar ein und wurde damit zu einem der erfolgreichsten Thriller der 1990er. Für Fincher war es die Rehabilitation nach "Alien 3" und der Beginn seines Rufs als Regisseur präziser, kalter Kriminalfilme.
Der Einfluss auf das Genre war erheblich: Der methodisch arbeitende Serienmörder mit weltanschaulichem Konzept wurde nach diesem Film zur Standardfigur, in Kino und Fernsehen bis zur Erschöpfung wiederholt. Geblieben ist vor allem das Ende, das gegen jede Studiologik durchgesetzt wurde — und ohne das der Film heute vermutlich vergessen wäre.
Bilder








Besetzung & Stab
- Morgan Freeman als Somerset
- Brad Pitt als Mills
- Gwyneth Paltrow als Tracy
- John Cassini als Officer Davis
- Peter Crombie als Dr. O'Neill
- Reg E. Cathey als Dr. Santiago
- R. Lee Ermey als Police Captain
- Daniel Zacapa als Detective Taylor at First Murder
- Andrew Kevin Walker als Dead Man at 1st Crime Scene
- George Christy als Workman at Door of Somerset's Office
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Verfügbarkeit
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