Gone Girl - Das perfekte Opfer (2014)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | David Fincher |
|---|---|
| Genre | Mystery, Thriller, Drama |
| Laufzeit | 149 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2014-10-01 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 61.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 370.890.259 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,9 (20.422 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Am Morgen ihres fünften Hochzeitstags verschwindet Amy Dunne aus dem gemeinsamen Haus in Missouri. Es gibt Spuren eines Kampfes, aber keine Leiche. Ihr Mann Nick verhält sich vor den Kameras falsch — er lächelt bei der Pressekonferenz, wirkt unbeteiligt, kann Fragen zu seiner Ehe nicht beantworten. Binnen Tagen gilt er öffentlich als Täter.
Parallel dazu läuft Amys Tagebuch als zweite Erzählstimme, die eine Ehe schildert, die vom Verliebtsein in Angst gekippt ist. Der Film hält beide Fassungen in der Schwebe, bis er in der Mitte offenlegt, welche davon stimmt — und danach etwas anderes wird als der Vermisstenfall, als der er begann.
Entstehungsgeschichte
Gillian Flynns Roman von 2012 wurde zum Bestseller; sie schrieb das Drehbuch selbst. David Fincher übernahm die Regie und verlangte Änderungen, unter anderem an der Struktur des Mittelteils.
Vor dem Start kursierte hartnäckig die Behauptung, das Ende sei gegenüber dem Buch grundlegend geändert worden — Flynn hatte in einem Interview Andeutungen in diese Richtung gemacht. Tatsächlich blieb der Ausgang im Kern derselbe; die Aussage diente erkennbar dazu, auch Leserinnen und Lesern der Vorlage Ungewissheit zu erhalten. Ben Affleck wurde besetzt, weil Fincher einen Darsteller wollte, dessen öffentliches Bild bereits von Medienberichterstattung geprägt war.
Hinter den Kulissen
Fincher drehte digital und legte den Film in einem kalten, gelbstichigen Licht an, das Innenräume steril und Außenaufnahmen ausgewaschen wirken lässt. Wie bei ihm üblich, wurden Szenen in sehr hoher Zahl wiederholt; Rosamund Pike beschrieb Aufnahmezahlen im hohen zweistelligen Bereich für einzelne Einstellungen.
Die Musik stammt von Trent Reznor und Atticus Ross, die für Fincher bereits "The Social Network" vertont hatten. Ihr Ansatz war, mit angenehm klingenden Klangflächen zu beginnen — der Musik aus Wellness- und Entspannungsaufnahmen nachempfunden — und diese dann schrittweise zu verzerren, sodass die Störung erst spät bewusst wird.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit rund 369 Millionen Dollar ein. Rosamund Pike wurde als beste Hauptdarstellerin für den Oscar nominiert; es blieb die einzige Nominierung des Films.
Die Debatte drehte sich vor allem um die Figur Amy: Kritiker warfen dem Film vor, mit der Falschbeschuldigung ein reales, statistisch seltenes Szenario zu bedienen, das Frauen schadet. Flynn hielt dagegen, dass die Weigerung, Frauen auch als Täterinnen zu zeigen, selbst eine Form der Verharmlosung sei. Unstrittig ist die zweite Ebene des Films: die Darstellung, wie schnell ein Fernsehpublikum aus Körpersprache ein Urteil formt — ein Mechanismus, der seit 2014 durch soziale Netzwerke eher zugenommen hat.
Bilder








Besetzung & Stab
- Ben Affleck als Nick Dunne
- Rosamund Pike als Amy Dunne
- Neil Patrick Harris als Desi Collings
- Tyler Perry als Tanner Bolt
- Carrie Coon als Margo Dunne
- Kim Dickens als Detective Rhonda Boney
- Patrick Fugit als Officer James Gilpin
- David Clennon als Rand Elliott
- Lisa Banes als Marybeth Elliott
- Missi Pyle als Ellen Abbott
Weitere Filme von David Fincher
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.