Der Gefangene von Alcatraz (1962)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | John Frankenheimer |
|---|---|
| Genre | Drama, Krimi, Historie |
| Laufzeit | 143 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1962-07-04 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 2.650.000 $ |
| Einspielergebnis | 3.100.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (353 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Hinter kalten Mauern sitzt ein Mann seine lebenslange Strafe ab. Der zweifache Mörder blickt leer durch die Gitterstäbe, geistig verkümmert er, am eigenen Leben hat er jedes Interesse verloren. Das ändert sich an dem Tag, an dem er die Vögel für sich entdeckt.
In seiner Zelle beginnt er, sie zu beobachten und schließlich zu züchten, und aus der Beschäftigung wird ein Lebenswerk, das seinem Dasein neuen Sinn gibt. Die Freude, die er daraus schöpft, gerät jedoch jäh in Gefahr, als ein neuer Gefängnisdirektor seine Verlegung nach Alcatraz betreiben will. Dort wäre seine Arbeit mit den Tieren nicht erlaubt.
Entstehungsgeschichte
John Frankenheimer führte Regie bei diesem Film aus dem Jahr 1962, dessen englischer Originaltitel „Birdman of Alcatraz“ lautet. Burt Lancaster spielt den Häftling, an seiner Seite stehen Karl Malden, Thelma Ritter und Neville Brand. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit: Der reale Gefangene wurde während seiner 43-jährigen Haft zu einem der populärsten Vogelexperten im Land. Wer den Film sehen möchte, muss mindestens 16 Jahre alt sein.
Hinter den Kulissen
Drama, Krimi und Historie bilden die Genremischung, wobei das Kriminelle hier nicht in einer Tat liegt, sondern in ihren Folgen. Die Morde gehören zur Vorgeschichte, erzählt wird vom Leben danach, von Jahren hinter Gittern und von der Frage, was einem Menschen bleibt, dem nahezu alles genommen ist.
Die Anlage ist auffallend konzentriert. Der Schauplatz beschränkt sich im Kern auf eine Zelle, die Entwicklung verläuft vom inneren Stillstand zu einer Leidenschaft, die dem Mann Halt gibt. Der Konflikt mit der Anstaltsleitung verschiebt das Geschehen dann vom Persönlichen ins Institutionelle. Burt Lancaster gab der Figur so viel Stärke und so viele sympathische Züge, dass Zuschauer in Briefen die Begnadigung des wirklichen Häftlings verlangten, ein Hinweis darauf, wie sehr der Film auf die Nähe zu seiner Hauptfigur setzt.
Einordnung & Wirkung
Die Durchschnittsbewertung von 7,5 von 10 ist ein klar positives Ergebnis. Die Stimmen bewegen sich im mittleren dreistelligen Bereich, eine überschaubare, aber tragfähige Grundlage für diesen Wert.
Zwischen der Veröffentlichung und heute liegen 64 Jahre. Dass ein Werk dieses Alters eine so hohe Bewertung hält, spricht dafür, dass sein Thema kaum an Aktualität verliert. Im Feld der Gefängnisfilme nimmt es eine eigene Position ein, weil es weniger von Flucht oder Gewalt handelt als von einem Menschen, der in der Enge einer Zelle eine Aufgabe findet.
Bilder








Besetzung & Stab
- Burt Lancaster als Robert Stroud
- Karl Malden als Harvey Shoemaker
- Thelma Ritter als Elizabeth Stroud
- Neville Brand als Bull Ransom
- Betty Field als Stella Johnson
- Telly Savalas als Feto Gomez
- Edmond O'Brien als Tom Gaddis
- Hugh Marlowe als Roy Comstock
- Whit Bissell als Dr. Ellis
- Crahan Denton als Kramer
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