Parasite (2019)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Bong Joon-ho |
|---|---|
| Genre | Komödie, Thriller, Drama |
| Laufzeit | 132 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2019-05-30 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 11.363.000 $ |
| Einspielergebnis | 257.591.776 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,5 (21.335 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Die Familie Kim lebt in einer Kellerwohnung in Seoul, faltet Pizzakartons für Kleingeld und stiehlt WLAN von den Nachbarn. Als der Sohn über einen Freund an eine Nachhilfestelle bei der wohlhabenden Familie Park kommt, beginnt ein Plan: Nacheinander schleusen sich alle vier Kims als angeblich unabhängige Fachkräfte in den Haushalt ein — als Nachhilfelehrer, Kunsttherapeutin, Fahrer und Haushälterin.
Die erste Hälfte ist eine präzise Betrugskomödie. Dann öffnet jemand eine Tür im Keller des Hauses, und der Film wechselt Genre und Tonlage vollständig. Was als Aufstiegsgeschichte begann, wird zur Frage, wer eigentlich unten steht — und wer bereit ist, sich gegen jemanden zu wenden, der genauso wenig hat.
Entstehungsgeschichte
Bong Joon-ho entwickelte den Stoff aus einer eigenen Erfahrung: Er hatte als Student in einer wohlhabenden Familie Nachhilfe gegeben. Ursprünglich plante er ein Theaterstück daraus.
Die Ausgangsidee war architektonisch. Bong entwarf das Haus der Parks zuerst — mit seinen Ebenen, Treppen und Sichtachsen — und leitete die Handlung daraus ab. Das Gefälle ist im Film wörtlich zu nehmen: Die Kims wohnen halb unter der Straße, die Parks auf einem Hügel, und der entscheidende Weg zwischen beiden Welten führt eine lange Treppe hinunter, durch strömenden Regen.
Hinter den Kulissen
Das Haus der Parks existiert nicht. Es wurde als Kulisse auf einem Freigelände gebaut, mit exakt kalkulierten Fensterachsen, damit der Sonnenverlauf im Garten für die jeweiligen Szenen stimmt. Auch die Kellerwohnung und die überflutete Straße entstanden als Sets in einem Wassertank — die Flutsequenz wurde über mehrere Tage in kontrolliert steigendem Wasser gedreht.
Bong arbeitet mit vollständigen Storyboards und dreht nahezu ausschließlich, was darin steht; die fertige Fassung entspricht weitgehend der gezeichneten. Für die englische Untertitelung arbeitete er eng mit dem Kritiker und Übersetzer Darcy Paquet zusammen, unter anderem um koreanische Statusmarker im Sprachgebrauch übertragbar zu machen.
Einordnung & Wirkung
"Parasite" gewann 2019 die Goldene Palme in Cannes und anschließend vier Oscars, darunter als bester Film — als erster nicht englischsprachiger Film in der Geschichte der Auszeichnung. Bong Joon-ho erhielt zusätzlich die Preise für Regie und Originaldrehbuch.
Der Erfolg veränderte die Sichtbarkeit nicht englischsprachiger Filme im amerikanischen Markt nachhaltig; Bongs Bemerkung über die "zwei Zentimeter hohe Barriere der Untertitel" wurde zum meistzitierten Satz der Preisverleihung. Inhaltlich traf der Film einen Nerv, weil er auf eine moralische Auflösung verzichtet: Es gibt keine bösen Reichen und keine guten Armen, sondern ein System, in dem alle rational handeln und das Ergebnis trotzdem eine Katastrophe ist.
Bilder








Besetzung & Stab
- Song Kang-ho als Kim Ki-taek
- Lee Sun-kyun als Park Dong-ik
- Cho Yeo-jeong als Yeon-kyo
- Choi Woo-shik als Ki-woo
- Park So-dam als Ki-jung
- Lee Jung-eun als Moon-gwang
- Jang Hye-jin als Chung-sook
- Park Myung-hoon als Geun-se
- Jung Zi-so als Da-hye
- Jung Hyeon-jun als Da-song
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Verfügbarkeit
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