Der Soldat James Ryan (1998)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Steven Spielberg |
|---|---|
| Genre | Kriegsfilm, Drama, Historie |
| Laufzeit | 169 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1998-07-24 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 70.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 481.840.909 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,2 (17.789 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Am 6. Juni 1944 landen amerikanische Truppen am Omaha Beach. Die ersten vierundzwanzig Minuten des Films zeigen diese Landung ohne jede Beschönigung — Männer, die ertrinken, bevor sie den Strand erreichen, Verwundete, die nach ihren Gliedmaßen suchen, Befehle, die niemand hört.
Danach beginnt der eigentliche Auftrag. Drei Brüder der Familie Ryan sind binnen weniger Tage gefallen; der vierte ist irgendwo hinter den Linien abgesprungen. Captain Miller soll ihn mit acht Männern finden und nach Hause bringen. Der Film stellt die Rechnung offen: acht Leben aufs Spiel gesetzt für eines, aus Gründen, die mit militärischer Notwendigkeit nichts zu tun haben.
Entstehungsgeschichte
Robert Rodat schrieb das Drehbuch, angeregt durch die Geschichte der Brüder Niland, von denen im Zweiten Weltkrieg tatsächlich mehrere fielen und einer zurückgeholt wurde. Steven Spielberg kam über Tom Hanks zum Projekt.
Spielberg hatte fünf Jahre zuvor "Schindlers Liste" gedreht und wollte den Krieg diesmal aus der Perspektive der Soldaten zeigen, ohne die Erhabenheit, die das Genre üblicherweise mitführt. Der frühere Marineausbilder Dale Dye, der bereits an "Platoon" mitgewirkt hatte, führte das Ensemble vor Drehbeginn durch ein zehntägiges Ausbildungslager mit Schlafentzug und Märschen. Matt Damon nahm daran bewusst nicht teil, damit die anderen echten Groll gegen ihn hegen.
Hinter den Kulissen
Kameramann Janusz Kamiński entsättigte die Farben, ließ die Schutzschicht von den Objektiven entfernen, um härtere Kontraste zu bekommen, und arbeitete mit stark verkürzten Verschlusszeiten — dadurch wirken Explosionen und Splitter scharfkantig statt weich verwischt.
Die Landungssequenz wurde an einem Strand in Irland gedreht, mit rund tausend Beteiligten, darunter Angehörige der irischen Streitkräfte. Spielberg arbeitete ohne Storyboards und ließ die Kamera den Ereignissen folgen, teilweise mit Erschütterungsvorrichtungen am Objektiv. Für die Detonationen und Blutwirkungen kamen ausschließlich praktische Effekte zum Einsatz.
Einordnung & Wirkung
Der Film gewann fünf Oscars, darunter Spielberg für die beste Regie, verlor die Hauptkategorie aber gegen "Shakespeare in Love" — bis heute eine der meistdiskutierten Entscheidungen der Academy. Weltweit spielte er über 480 Millionen Dollar ein.
Die Eröffnungssequenz veränderte die Darstellung des Krieges im Kino grundlegend; ihre Bildsprache prägt Kriegsfilme und Computerspiele bis heute. In den USA meldeten Veteranenverbände nach dem Start einen deutlichen Anstieg an Anrufen bei Beratungsstellen — die Wirkung auf Kriegsteilnehmer wurde zu einem eigenen Thema der Berichterstattung. Spielberg und Hanks setzten die Zusammenarbeit mit den Serien "Band of Brothers" und "The Pacific" fort.
Bilder








Besetzung & Stab
- Tom Hanks als Captain Miller
- Tom Sizemore als Sergeant Horvath
- Edward Burns als Private Reiben
- Barry Pepper als Private Jackson
- Adam Goldberg als Private Mellish
- Vin Diesel als Private Caparzo
- Giovanni Ribisi als T/4 Medic Wade
- Jeremy Davies als Corporal Upham
- Matt Damon als Private Ryan
- Ted Danson als Captain Hamill
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Verfügbarkeit
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