Jäger des verlorenen Schatzes (1981)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Steven Spielberg |
|---|---|
| Genre | Abenteuer, Action |
| Laufzeit | 115 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1981-06-12 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 18.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 389.925.971 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,9 (13.995 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
1936 wird der Archäologe Indiana Jones vom US-Geheimdienst angeworben: Deutsche Ausgrabungstrupps suchen in Ägypten nach der Bundeslade, weil Hitler ihr militärische Wirkung zuschreibt. Jones soll sie zuerst finden.
Der Weg führt über Nepal zu Marion Ravenwood, der Tochter seines verstorbenen Lehrers, mit der ihn eine unangenehme Vorgeschichte verbindet, und weiter nach Kairo, wo sein Gegenspieler Belloq bereits gräbt. Der Film besteht aus einer Kette von Fallen, Fluchten und Verfolgungen und hält dabei einen Ton, der zwischen Ernst und Selbstironie nie kippt — bis die Lade sich am Ende selbst verteidigt.
Entstehungsgeschichte
Die Idee entstand 1977 auf Hawaii, wohin George Lucas geflohen war, um die Startzahlen von "Krieg der Sterne" nicht mitzuerleben. Steven Spielberg erzählte ihm, er würde gern einen James-Bond-Film drehen; Lucas erwiderte, er habe etwas Besseres, und beschrieb einen Archäologen mit Hut und Peitsche.
Lawrence Kasdan schrieb das Drehbuch nach mehrtägigen Gesprächen mit beiden, deren Mitschrift erhalten ist. Tom Selleck war als Indiana Jones besetzt und musste absagen, weil sein Fernsehsender ihn nicht freistellte. Harrison Ford kam erst wenige Wochen vor Drehbeginn dazu — Lucas hatte ihn zunächst abgelehnt, weil er nicht denselben Darsteller in zwei seiner Reihen wollte.
Hinter den Kulissen
Gedreht wurde in Tunesien, Frankreich, Hawaii und England, in etwa dreiundsiebzig Tagen und damit deutlich unter dem Plan. Spielberg storyboardete den Film vollständig durch, was Zeit und Kosten begrenzte.
Die bekannteste Szene entstand aus Krankheit: Ein Schwertkämpfer sollte in einem längeren Duell gegen Jones antreten. Ford litt an einer schweren Magen-Darm-Infektion und schlug vor, die Figur einfach zu erschießen. Für die Schlangengrube brachte die Produktion mehrere tausend Tiere ins Studio; Ford hat eine reale Abneigung gegen Schlangen, die im Film zur Eigenschaft der Figur wurde. Der rollende Felsblock war eine Requisite aus Fiberglas, die tatsächlich rollte.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit rund 390 Millionen Dollar ein und gewann fünf Oscars. Er begründete eine Reihe mit vier weiteren Filmen.
Sein Einfluss reicht bis in die Wissenschaft: Archäologische Institute berichten seit Jahrzehnten, dass ein erheblicher Teil ihrer Studierenden durch diese Figur zum Fach kam — bei gleichzeitigem Unmut über ein Bild des Berufs, das mit Grabungsalltag nichts zu tun hat und Raubgrabung als Heldentat zeigt. Im Kino etablierte der Film das Abenteuerkino der 1930er neu, ohne dessen Konventionen zu parodieren, und lieferte mit John Williams' Marsch eine der bekanntesten Filmmelodien überhaupt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Harrison Ford als Indiana Jones
- Karen Allen als Marion Ravenwood
- Paul Freeman als Dr. René Belloq
- John Rhys-Davies als Sallah
- Ronald Lacey als Major Arnold Toht
- Wolf Kahler als Colonel Dietrich
- Anthony Higgins als Gobler
- Denholm Elliott als Dr. Marcus Brody
- Alfred Molina als Satipo
- Vic Tablian als Barranca / Monkey Man
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