Pickpocket (1959)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Robert Bresson |
|---|---|
| Genre | Krimi, Drama |
| Laufzeit | 75 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1959-12-16 |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (587 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Der mittellose Michel begeht bei einem Pferderennen einen Handtaschenraub und findet sogleich Gefallen an dieser aufregenden Tat. Nach seiner Auffassung haben ohnehin alle großen Persönlichkeiten der Geschichte die gesellschaftlichen Regeln und Gesetze bis zu einem gewissen Maß gebrochen. Kurz darauf verhaftet ihn ein Polizist, doch die Beweise reichen nicht aus, und Michel kommt unbeschadet davon.
Währenddessen liegt seine Mutter im Sterben, aufopfernd versorgt von der Nachbarin Jeanne. Als die Mutter stirbt, will Michel Jeannes Hilfe nicht annehmen, obwohl er heimlich Gefühle für sie hegt. Stattdessen wendet er sich an einen professionellen Taschendieb, um alle Tricks und Kniffe des Gewerbes zu lernen, und schlägt sich fortan mit kleinen Diebstählen durch.
Entstehungsgeschichte
Robert Bresson führte Regie bei dem 1959 erschienenen Film. Martin LaSalle spielt Michel, Marika Green ist als Jeanne zu sehen, dazu treten Jean Pélégri und Dolly Scal.
Hinter den Kulissen
Krimi und Drama sind hier ungleich gewichtet. Das Verbrechen liefert den Rahmen, doch die eigentliche Bewegung verläuft nach innen: Michel begründet sein Handeln mit einer selbstgezimmerten Theorie über Ausnahmemenschen, und diese Rechtfertigung trägt ihn weiter als jeder Beutezug.
Die Diebstähle selbst sind Handwerk, das gelernt und geübt sein will, und die Geschichte nimmt sich Zeit für diese Aneignung. Parallel dazu läuft eine zweite Linie, in der Michel jede angebotene Nähe zurückweist, zuerst die Sorge um die Mutter, dann die Hilfe der Nachbarin. Beides zusammen ergibt das Porträt eines Mannes, der sich lieber isoliert, als sich verpflichten zu lassen.
Einordnung & Wirkung
Die Durchschnittsbewertung von 7,3 von 10 fällt klar wohlwollend aus, beruht dabei aber auf einer eher schmalen Bewertungsbasis. Siebenundsechzig Jahre nach dem Erscheinen ist der Abstand groß genug, dass Sprache, Tempo und Erzählhaltung deutlich als die einer anderen Filmzeit erkennbar sind. Innerhalb des Kriminalfilms steht der Titel für eine Richtung, die weniger den Fall verfolgt als die Frage, was einen Menschen zum Täter macht.
Bilder








Besetzung & Stab
- Martin LaSalle als Michel
- Marika Green als Jeanne
- Jean Pélégri als Lead Inspector
- Dolly Scal als The Mother
- Pierre Leymarie als Jacques
- Kassagi als 1st Accomplice
- Pierre Étaix als 2nd Accomplice
- César Gattegno als Inspector
- Sophie Saint-Just als (uncredited)
- Dominique Zardi als Subway Passenger (uncredited)
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Verfügbarkeit
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