Zum Beispiel Balthazar (1966)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Robert Bresson |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 95 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1966-05-25 |
| Einspielergebnis | 39.388 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (526 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein junger Esel bekommt von den Kindern Marie und Jacques den Namen Balthasar. Von diesem Moment an begleitet die Geschichte das Tier durch ein Leben, das aus Stationen besteht: als Lastesel, als Attraktion im Zirkus, als Erbstück in den Händen eines Verbrechers, der es schlägt, und schließlich als Werkzeug von Schmugglern aus dem Umfeld eines Mannes namens Gérard.
Balthasar erträgt all das stumm. Parallel dazu verfolgt die Erzählung Marie, die inzwischen erwachsen ist und sich von ihrem neuen Liebhaber – eben jenem Gérard – misshandeln lässt. Zwei Leidenswege laufen nebeneinander her, der eines Tieres und der eines Menschen, und es besteht kein Zweifel, dass beide auf Gewalt zulaufen.
Entstehungsgeschichte
Robert Bresson inszenierte dieses Drama, das 1966 erschienen ist. Anne Wiazemsky, Walter Green, François Lafarge und Jean-Claude Guilbert sind die genannten Darsteller.
Hinter den Kulissen
Die Motive zeichnen ein hartes Bild: Esel, Landschaft, Elend, Bandenchef, Vergewaltigung, Suizid. Es sind Stichworte einer Geschichte, die Gewalt nicht als Ausnahme zeigt, sondern als Zustand, dem ihre Figuren ausgeliefert sind. Dass ein Esel im Zentrum steht, ist eine Erzählentscheidung mit Folgen: Das Tier kann nichts erklären, nichts erwidern, nichts ändern. Es kann nur erdulden, und die Geschichte muss aus diesem Erdulden ihre Sprache finden.
Die Parallele zwischen Balthasar und Marie ist die eigentliche Konstruktion. Beide werden weitergereicht, benutzt, geschlagen, und beide bleiben stumm auf ihre Weise. Die Landschaft bildet dazu den ruhigen Gegenpol – ein Hintergrund, vor dem das Elend umso deutlicher hervortritt.
Einordnung & Wirkung
Die Durchschnittsbewertung von 7,5 von 10 liegt hoch, wenn auch auf einer Basis von einigen hundert Stimmen. 60 Jahre nach dem Erscheinen weist das auf einen Film hin, der von einem kleineren Publikum gezielt aufgesucht und geschätzt wird. Im Drama vertritt er die strenge Spielart: keine Beschönigung, keine Ablenkung, ein Blick, der beim Leiden bleibt und es nicht erklärt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Anne Wiazemsky als Marie
- Walter Green als Jacques
- François Lafarge als Gérard
- Jean-Claude Guilbert als Arnold
- Philippe Asselin als Marie's Father
- Pierre Klossowski als Merchant
- Nathalie Joyaut als Marie's Mother
- Marie-Claire Fremont als Baker's Wife
- Jean-Joël Barbier als The Priest
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Verfügbarkeit
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