Ein zum Tode Verurteilter ist entflohen (1956)
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| Regie | Robert Bresson |
|---|---|
| Genre | Drama, Thriller |
| Laufzeit | 100 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1956-11-11 |
| TMDB-Bewertung | 8 (635 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Frankreich zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Der französische Widerstandskämpfer Andre Devigny fällt den Faschisten in die Hände und wird in eine Zelle gesperrt. Damit beginnt kein Kriegsfilm im üblichen Sinn, sondern die Beobachtung eines Mannes in einem sehr kleinen Raum.
Devigny gibt sich nicht auf. Er sucht mit allen Mitteln nach einem Ausweg, prüft die Zelle, das Material, die Abläufe, und arbeitet an einem Vorhaben, dessen Gelingen von Geduld und von Kleinigkeiten abhängt. Dann bekommt er eines Tages einen neuen Zellengenossen. Von einem Moment auf den anderen steht eine Frage im Raum, die alles gefährdet: Kann er zu diesem Mann Vertrauen fassen, oder ist er ein Spitzel? Der Film hält diese Frage offen, so lange es geht.
Entstehungsgeschichte
Robert Bresson führte Regie bei dem 1956 herausgekommenen Film, der im Englischen A Man Escaped heißt. Die Besetzung umfasst François Leterrier, Charles Le Clainche, Maurice Beerblock und Roland Monod.
Hinter den Kulissen
Drama und Thriller stehen nebeneinander, und die Stichworte sind ungewöhnlich konkret: Gefängnis, Zweiter Weltkrieg, Nazi, Seil, entflohener Häftling, Gefängnisausbruch. Dass unter lauter großen Begriffen ein einzelner Gegenstand auftaucht, ein Seil, sagt viel über die Bauart der Geschichte. Sie interessiert sich für Material und Handgriffe, für das, was sich aus dem Wenigen herstellen lässt, das eine Zelle hergibt.
Die Spannung entsteht daher nicht aus Verfolgung, sondern aus Verzögerung. Der Ausbruch ist als Möglichkeit von Anfang an im Raum, und das Erzählte besteht aus den Schritten dorthin, jeder einzelne widerrufbar. Der Zellengenosse fügt dem eine zweite Ebene hinzu: Ab da ist nicht mehr nur die Mauer das Hindernis, sondern auch die Unsicherheit über einen Menschen. Das verschiebt den Film von der Mechanik zur Moral, und die Titelgebung, die den Ausgang vorwegzunehmen scheint, verlagert das Interesse ohnehin vom Ob auf das Wie.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,9 von 10 liegt die Bewertung deutlich über dem Durchschnitt vergleichbarer Titel, auch wenn die Zahl der abgegebenen Stimmen im dreistelligen Bereich bleibt und damit eine schmale Grundlage bildet. Siebzig Jahre nach 1956 steht der Film als strenger Vertreter des Gefängnisdramas da, dessen Mittel absichtlich karg sind und dessen Wirkung genau daher rührt.
Bilder








Besetzung & Stab
- François Leterrier als Fontaine
- Charles Le Clainche als Jost
- Maurice Beerblock als Blanchet
- Roland Monod als Priest of Leiris
- Jacques Ertaud als Orsini
- Jean Paul Delhumeau als Hebrard
- Roger Treherne als Terry
- Jean Philippe Delamarre als Le Prisonnier 110
- Jacques Oerlemans als Chief Warden
- Klaus Detlef Grevenhorst als L'Officier de L'Abwehr
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Verfügbarkeit
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