Orson Welles’ Othello (1951)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Orson Welles |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 90 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1951-11-28 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (220 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Othello, als dunkelhäutiger Heerführer der Republik Venedig zu Ansehen gelangt, hat heimlich Desdemona geheiratet, die Tochter eines venezianischen Großbürgers. Sein Gefolgsmann Jago kennt dieses Geheimnis, und als Othello bei einer Beförderung einen anderen bevorzugt, nutzt Jago seinen gekränkten Stolz zur Rache. Er verrät die Ehe an Desdemonas Vater Brabantio und sät zugleich in Othello den Verdacht, seine Frau sei untreu. Ein scheinbarer Beweis genügt, um Othellos Eifersucht in blinde Wut zu verwandeln, die auf eine Katastrophe zusteuert, in die er sich und die unschuldige Desdemona hineinreißt.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1951 unter der Regie von Orson Welles, der auch die Titelrolle spielt. An seiner Seite stehen Micheál Mac Liammóir als Jago, Robert Coote und Suzanne Cloutier als Desdemona. Freigegeben ist der Film ab 16 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Vorlage stammt aus dem Theater, und die Anlage der Geschichte – Intrige, Eifersucht, Ehre und Untergang – folgt einer klassischen Tragödienstruktur, in der jede Figur auf ein unausweichliches Ende zusteuert. Das reine Dramagenre, ohne beigemischte Actionelemente oder Komik, lässt der psychologischen Zuspitzung viel Raum: Der Konflikt entsteht fast ausschließlich aus Worten, Blicken und Verdächtigungen, nicht aus äußeren Ereignissen. Dass Welles sowohl Regie führt als auch die Hauptrolle übernimmt, verweist auf eine sehr persönliche, konzentrierte Auseinandersetzung mit dem Stoff, in dem Licht- und Schattenwirkung eine zentrale erzählerische Funktion einnimmt – die Bildsprache selbst wird zum Träger der moralischen Zuspitzung zwischen Vertrauen und Verrat.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,4 bei einer eher schmalen Stimmenbasis zählt der Film zu jenen Werken, die ihr Publikum außerhalb eines Massenmarktes finden, aber bei denen, die ihn sehen, konstant positiv aufgenommen werden. Über sieben Jahrzehnte nach der Entstehung 1951 steht er als eine der frühen Kinoadaptionen von Shakespeares Stoff über Eifersucht und Manipulation da, deren Distanz zur Gegenwart die Auseinandersetzung mit der reinen Dramaform umso deutlicher hervortreten lässt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Orson Welles als Othello
- Micheál Mac Liammóir als Iago
- Robert Coote als Roderigo
- Suzanne Cloutier als Desdemona
- Hilton Edwards als Brabantio
- Nicholas Bruce als Lodovico
- Michael Laurence als Michael Cassio
- Fay Compton als Emilia
- Doris Dowling als Bianca
- Joan Fontaine als Page
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Verfügbarkeit
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