Im Zeichen des Bösen (1958)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Orson Welles |
|---|---|
| Genre | Krimi, Thriller, Drama |
| Laufzeit | 106 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1958-03-30 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 829.000 $ |
| Einspielergebnis | 2.247.500 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,7 (1.646 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
An der Grenze zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten explodiert eine Autobombe. Ein wohlhabender Geschäftsmann und seine Begleiterin sterben.
Der mexikanische Drogenfahnder Miguel Vargas gerät in die Ermittlung — und schnell in Verdacht gegen den amerikanischen Captain Hank Quinlan. Der hat einen Tatverdächtigen binnen kurzem festgenommen; Vargas findet in dessen Wohnung Dynamit, das dort niemand hingelegt haben kann außer der Polizei.
Während Vargas dem nachgeht, gerät seine Frau Susan in die Hände einer kriminellen Familie.
Entstehungsgeschichte
Orson Welles führte Regie und schrieb das Drehbuch nach dem Kriminalroman „Badge of Evil" von Whit Masterson — einem Pseudonym von Robert Wade und Bill Miller.
Charlton Heston spielt Miguel Vargas, Welles selbst den Captain Hank Quinlan, Janet Leigh die Susan Vargas, Joseph Calleia den Sergeant Pete Menzies, Akim Tamiroff den „Onkel" Joe Grandi, Marlene Dietrich die Tanya und Zsa Zsa Gabor eine Nachtclubbesitzerin.
Produziert wurde der Film 1958 von Universal-International Pictures; Produzent der Originalfassung war Albert Zugsmith. Die Kamera führte Russell Metty. Die Musik stammt von Henry Mancini — es war seine erste große Filmmusik, geprägt von lateinamerikanisch gefärbtem Jazz.
Hinter den Kulissen
Der Film existiert nicht in einer Fassung, sondern in mehreren. Das Studio kürzte Welles' Version erheblich. Er antwortete mit einem 58 Seiten langen Memorandum voller Änderungswünsche — die abgelehnt wurden.
Vierzig Jahre später schnitt Walter Murch, gemeinsam mit Rick Schmidlin, eine Fassung nach Welles' Vorgaben. Sie erschien 1998 und ist zehn Minuten länger als die Kinofassung von 1958; dazwischen liegt eine Langfassung aus den siebziger Jahren. Im Deutschen entstanden zwei Synchronfassungen.
Damit ist der Film ein Sonderfall: Was heute als Klassiker gilt, ist in Teilen eine Rekonstruktion nach einem Beschwerdebrief.
Einordnung & Wirkung
1993 wurde der Film ins National Film Registry aufgenommen.
Die restaurierte Fassung erhielt 1998 einen Spezialpreis der New York Film Critics Circle Awards; 1999 zeichnete die Society of Camera Operators die Anfangssequenz aus.
Das Lexikon des internationalen Films nannte ihn intelligent sowie inszenatorisch wie darstellerisch eindrucksvoll. Alex Rühle hob hervor, Welles führe mit den gewohnten Sehkonventionen hinters Licht.
Dass ausgerechnet die Kameraarbeit der Eröffnung noch 41 Jahre nach dem Kinostart einen eigenen Preis bekam, sagt genug über den Rang dieses Films.
Bilder








Besetzung & Stab
- Charlton Heston als Ramon Miguel Vargas
- Janet Leigh als Susan 'Susie' Vargas
- Orson Welles als Police Captain Hank Quinlan
- Joseph Calleia als Police Sergeant Pete Menzies
- Akim Tamiroff als 'Uncle' Joe Grandi
- Joanna Moore als Marcia Linnekar
- Ray Collins als District Attorney Adair
- Dennis Weaver als Mirador Motel Night Manager
- Valentin de Vargas als Pancho
- Mort Mills als Al Schwartz - District Attorney's Assistant
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