F wie Fälschung (1973)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Orson Welles |
|---|---|
| Genre | Dokumentarfilm |
| Laufzeit | 89 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1973-09-01 |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (377 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Elmyr de Hory hat um die Mitte des 20. Jahrhunderts zahllose Werke großer Meister wie Matisse, Modigliani und Picasso gefälscht. Mit verblüffender Leichtigkeit verkaufte er die Bilder an bedeutende Museen, ohne dass auch nur ein Experte die Fälschungen entlarvte.
Ende der 60er-Jahre veröffentlicht der Schriftsteller Clifford Irving eine enthüllende Biografie über den begabten Fälscher. Damit ist de Horys „Karriere“ praktisch vorbei, auch wenn er bestreitet, seine Bilder je mit fremden Signaturen versehen zu haben. Doch auch Irving erweist sich als Betrüger: Er fliegt auf, als er einem Verlag eine gefälschte, angeblich autorisierte Biografie des rätselhaften Industriellen Howard Hughes verkauft. Orson Welles traf beide Männer in de Horys Villa auf Ibiza und machte daraus ein Spiel mit doppeltem Boden über Wirklichkeit und Erfindung.
Entstehungsgeschichte
Orson Welles führte Regie und tritt zugleich selbst vor die Kamera. Der Dokumentarfilm stammt aus dem Jahr 1973. Neben Welles sind Oja Kodar, Elmyr de Hory und Clifford Irving zu sehen, also auch die beiden Männer, um deren Täuschungen sich der Film dreht. Im Englischen heißt er „F for Fake“.
Hinter den Kulissen
Als Dokumentarfilm stellt das Werk zugleich die Frage, was ein Dokument überhaupt verbürgen kann. Ein Film über einen Kunstfälscher und einen Biografen, der selbst fälscht, macht die Echtheit zum eigentlichen Thema. Dass der Regisseur dabei selbst auftritt, rückt auch den Erzähler in den Kreis derer, deren Glaubwürdigkeit auf dem Prüfstand steht.
Die Anlage verschachtelt mehrere Ebenen der Täuschung. De Hory fälscht Gemälde, Irving schreibt über ihn und fälscht danach selbst eine Biografie, und Welles bringt beide in einem Film zusammen, der mit Wirklichkeit und Fiktion spielt. Die Grenze zwischen beiden wird so nicht nur behandelt, sondern zum Prinzip der Erzählform. Wer zuschaut, wird selbst in die Lage des getäuschten Experten versetzt.
Einordnung & Wirkung
Eine Durchschnittsbewertung von 7,4 von 10 zeigt eine deutlich positive Aufnahme. Dahinter stehen einige hundert Stimmen, eine kleine, aber klare Basis.
Zwischen dem Erscheinungsjahr und heute liegen 53 Jahre. Die Fragen, die der Film aufwirft, wer über Echtheit entscheidet und wie leicht sich Fachleute täuschen lassen, bleiben dennoch aktuell. Innerhalb des Dokumentarfilms nimmt er eine eigenwillige Stellung ein, weil er die Gattung selbst zum Gegenstand macht und ihren Anspruch auf Wahrheit spielerisch hinterfragt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Orson Welles als Self
- Oja Kodar als The Girl
- Elmyr de Hory als Self
- Clifford Irving als Self
- Laurence Harvey als Self
- Edith Irving als Self
- David Walsh als Self
- Paul Stewart als Self
- Richard Wilson als Self
- Joseph Cotten als Self
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Verfügbarkeit
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