Mord im Orientexpress (1974)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Sidney Lumet |
|---|---|
| Genre | Drama, Thriller, Mystery |
| Laufzeit | 128 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1974-11-22 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 1.400.000 $ |
| Einspielergebnis | 35.700.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (1.625 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Dezember 1935: Hercule Poirot reist mit dem Orientexpress von Istanbul nach London.
In einer Nacht der Fahrt wird der amerikanische Geschäftsmann Samuel Ratchett getötet — zwölfmal erstochen. Poirot beginnt, die Mitreisenden zu befragen. Was sie verbindet, führt zurück zu einer Kindesentführung des Jahres 1930.
Entstehungsgeschichte
Vorlage ist Agatha Christies Roman von 1934. Christie stand Verfilmungen skeptisch gegenüber und wurde nach Aussage ihres Mannes Max Mallowan nur widerwillig überzeugt.
Regie führte Sidney Lumet, das Drehbuch schrieb Paul Dehn. Produziert wurde der Film von John Brabourne und Richard Goodwin für G.W. Films und EMI Films.
Albert Finney spielt Hercule Poirot, Lauren Bacall die Mrs. Hubbard, Ingrid Bergman die Greta Ohlsson, Sean Connery den Colonel Arbuthnott, John Gielgud den Edward Beddoes, Vanessa Redgrave die Mary Debenham, Michael York den Grafen Andrenyi und Richard Widmark den Ratchett.
Die Kamera führte Geoffrey Unsworth in Panavision, die Musik stammt von Richard Rodney Bennett. Innenaufnahmen entstanden in den Elstree Studios, Außenaufnahmen 1973 in Frankreich — in einer Eisenbahnwerkstatt bei Paris als Istanbuler Bahnhof, im Jura auf der Strecke Pontarlier–Gilley und in Montbenoît für die Schneeszenen.
Das Budget betrug 1,4 Millionen Dollar.
Hinter den Kulissen
Der Zug ist die perfekte Anordnung für diesen Stoff. Ein eingeschneiter Waggon lässt keinen hinein und keinen hinaus — der Täter muss unter den Anwesenden sein, und das weiß jeder von ihnen.
Die Besetzung folgt derselben Logik. Wenn jeder verdächtig ist, muss jeder Verdächtige ein Gesicht haben, das man wiedererkennt: Bacall, Bergman, Connery, Gielgud, Redgrave, York, Widmark. Der Aufwand steckt nicht in der Ausstattung, sondern in der Anzahl bekannter Namen.
Dass der Film bei 1,4 Millionen Dollar Budget dieses Ensemble zusammenbrachte, ist die eigentliche Leistung der Produktion.
Einordnung & Wirkung
Bei 1,4 Millionen Dollar Herstellungskosten spielte der Film weltweit 37,7 Millionen ein, davon 36 Millionen in Nordamerika — der elfterfolgreichste Film des Jahres 1974. Nat Cohen erklärte, es sei der erste vollständig von einer britischen Firma finanzierte Film gewesen, der Platz eins der wöchentlichen US-Kinocharts erreichte.
Ingrid Bergman gewann den Oscar als beste Nebendarstellerin; nominiert waren zudem Albert Finney, das adaptierte Drehbuch, die Musik, die Kamera und die Kostüme. Bei den BAFTA-Awards gewannen John Gielgud und Ingrid Bergman sowie die Filmmusik.
Roger Ebert vergab drei von vier Sternen und sprach von großem Stil, einer liebevollen Verbeugung vor einer früheren Epoche des Filmemachens. Vincent Canby nannte den Film in der New York Times eine großartig unterhaltsame Liebeserklärung an die Kriminalliteratur. Rotten Tomatoes weist 89 Prozent aus.
Agatha Christie starb 14 Monate nach der Premiere. Sie erklärte, dieser Film und „Zeugin der Anklage" seien die einzigen Verfilmungen ihrer Bücher, die sie mochte — nur Finneys Schnurrbart hielt sie für zu klein geraten.
Bilder








Besetzung & Stab
- Albert Finney als Hercule Poirot
- Lauren Bacall als Mrs. Harriet Belinda Hubbard
- Martin Balsam als Signor Bianchi
- Ingrid Bergman als Greta Ohlson
- Sean Connery als Colonel Arbuthnot
- Anthony Perkins als Hector MacQueen
- Jean-Pierre Cassel als Pierre Paul Michel
- Wendy Hiller als Prinzessin Dragomiroff
- Vanessa Redgrave als Mary Debenham
- Jacqueline Bisset als Countess Andrenyi
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