Mississippi Burning - Die Wurzel des Hasses (1988)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Alan Parker |
|---|---|
| Genre | Drama, Krimi, Mystery, Thriller |
| Laufzeit | 128 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1988-12-08 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 15.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 34.604.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,7 (2.021 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Mississippi, 1964. Drei Bürgerrechtler verschwinden nach einer Verkehrskontrolle. Zwei FBI-Beamte werden geschickt: Ward, jung und nach Vorschrift, und Anderson, ein früherer Sheriff aus der Gegend, der weiß, wie man dort redet.
Sie treffen auf eine geschlossene Front. Die örtliche Polizei gehört selbst zum Ku-Klux-Klan, Zeugen schweigen, und je länger die Ermittlung dauert, desto mehr trifft es die schwarze Bevölkerung: Häuser brennen, Menschen werden verprügelt. Anderson beginnt schließlich, mit Mitteln zu arbeiten, die mit Recht nichts mehr zu tun haben.
Entstehungsgeschichte
Der Fall ist real: James Chaney, Andrew Goodman und Michael Schwerner wurden am 21. Juni 1964 im Neshoba County getötet; ihre Leichen fanden sich am 4. August unter einem Erddamm. In einem Bundesverfahren wurden 1967 sieben Personen verurteilt, zu Strafen zwischen drei und zehn Jahren.
Regie führte Alan Parker, es spielen Gene Hackman als Anderson und Willem Dafoe als Ward. Das Budget lag bei 15 Millionen Dollar.
Hinter den Kulissen
Die Kritik am Film kam nicht von der Filmkritik, sondern von Beteiligten der Bürgerrechtsbewegung. Der Vorwurf: Der Film macht weiße FBI-Beamte zu Helden einer Geschichte, in der schwarze Aktivisten die Arbeit und das Risiko trugen — und erfindet dazu erheblich hinzu.
Coretta Scott King formulierte es so: Wie lange man noch warten müsse, bis Hollywood den Mut und die Redlichkeit aufbringe, die Geschichten der vielen Tausend schwarzen Männer, Frauen und Kinder zu erzählen, die für Gleichheit ihr Leben eingesetzt haben. Auch die Familien der Ermordeten und Julian Bond widersprachen der Darstellung.
Einordnung & Wirkung
In den USA spielte der Film 34,6 Millionen Dollar ein.
Es gab sieben Oscar-Nominierungen, darunter bester Film; ausgezeichnet wurde die Kamera. Roger Ebert setzte ihn auf Platz eins seiner Jahresliste 1988. Bei Rotten Tomatoes steht er bei 79 Prozent.
Er gilt heute als Musterbeispiel für das, was später "White Saviour"-Erzählung genannt wurde — handwerklich stark und in seiner Perspektive genau deshalb umstritten.
Bilder








Besetzung & Stab
- Gene Hackman als Agent Rupert Anderson
- Willem Dafoe als Agent Alan Ward
- Frances McDormand als Mrs. Pell
- Brad Dourif als Deputy Clinton Pell
- R. Lee Ermey als Mayor Tilman
- Gailard Sartain als Sheriff Stuckey
- Stephen Tobolowsky als Townley
- Michael Rooker als Frank Bailey
- Pruitt Taylor Vince als Lester Cowens
- Badja Djola als Agent Monk
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