Whiplash (2014)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Damien Chazelle |
|---|---|
| Genre | Drama, Musik, Thriller |
| Laufzeit | 107 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2014-10-10 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 3.300.000 $ |
| Einspielergebnis | 50.307.484 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,4 (17.093 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Andrew Neiman studiert Schlagzeug an einem der besten Musikkonservatorien der USA und will einer der Großen werden. Terence Fletcher leitet dort die Studioband und gilt als Instanz — wer bei ihm spielt, hat es geschafft. Er holt Andrew in die Gruppe und beginnt ihn systematisch zu zerlegen: mit Beleidigungen, mit Stühlen, die er wirft, mit Proben, die er abbricht, weil jemand einen Bruchteil zu früh einsetzt.
Fletchers Rechtfertigung ist eine Anekdote über Charlie Parker, dem angeblich ein Becken an den Kopf geworfen wurde und der daraufhin zum Genie wurde. Der Film erzählt, was diese Überzeugung mit einem Neunzehnjährigen macht — und verweigert am Ende die Entscheidung darüber, ob sie funktioniert hat.
Entstehungsgeschichte
Damien Chazelle schrieb das Drehbuch aus eigener Erfahrung: Er hatte an einer Highschool in New Jersey in einer Jazzband gespielt, unter einem Dirigenten, dessen Methoden ihn nachhaltig prägten. Er beschrieb die Zeit als angstbesetzt und die Musik als etwas, das ihm dabei verleidet wurde.
Kein Studio wollte den Stoff finanzieren. Chazelle drehte daraufhin einen achtzehnminütigen Kurzfilm aus einer einzelnen Szene, mit J. K. Simmons in der Rolle Fletchers, und zeigte ihn 2013 beim Sundance Festival. Der Erfolg dort brachte die Finanzierung für den abendfüllenden Film — gedreht wurde anschließend in nur neunzehn Tagen.
Hinter den Kulissen
Miles Teller spielt Schlagzeug seit seiner Jugend und übernahm einen erheblichen Teil selbst; er trainierte vor dem Dreh täglich mehrere Stunden. Das Blut an den Händen ist im Film weitgehend Kunstblut, die Blasen waren echt.
Chazelle ließ die Musikszenen wie Kampfszenen schneiden — schnelle Schnittfolgen auf Details, Becken, Hände, Fletchers Gesicht. Der Schnitt von Tom Cross gilt als eigentliche Leistung des Films und wurde entsprechend ausgezeichnet. J. K. Simmons hielt seine Ausbrüche über lange Einstellungen durch; die Darsteller der Band waren überwiegend echte Musiker, was ihre Reaktionen auf Fletchers Ansagen glaubhaft macht.
Einordnung & Wirkung
"Whiplash" spielte weltweit rund 49 Millionen Dollar ein — bei einem Budget von etwa 3,3 Millionen ein außergewöhnliches Verhältnis. Er gewann drei Oscars: für J. K. Simmons als besten Nebendarsteller, für den Schnitt und für die Tonmischung, und war zusätzlich als bester Film nominiert.
Die Diskussion um den Film hält an: Zeigt er Fletchers Methode als das, was sie ist — Missbrauch —, oder gibt ihm das Schlussbild recht? Chazelle hat wiederholt betont, das Ende sei nicht als Triumph gemeint, sondern als etwas Beunruhigendes. Aus Sicht der Musikpädagogik wurde außerdem angemerkt, dass die zugrundeliegende Parker-Anekdote historisch anders verlief. Für Chazelle war der Film die Voraussetzung, "La La Land" durchzusetzen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Miles Teller als Andrew
- J.K. Simmons als Fletcher
- Paul Reiser als Jim
- Melissa Benoist als Nicole
- Austin Stowell als Ryan
- Nate Lang als Carl
- Chris Mulkey als Uncle Frank
- Damon Gupton als Mr. Kramer
- Suanne Spoke als Aunt Emma
- Max Kasch als Dorm Neighbor
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Verfügbarkeit
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