Frost/Nixon (2008)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Ron Howard |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 122 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2008-10-15 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| Budget | 25.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 27.426.335 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (1.348 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Nach dem Watergate-Skandal tritt US-Präsident Richard Nixon zurück und hüllt sich drei Jahre lang in Schweigen. Erst 1977 erklärt er sich zu einem Interview bereit, und zwar ausgerechnet mit dem britischen Talkmaster David Frost, der ihn zum Duell vor laufenden Kameras herausfordert. Nixons Zusage beruht auf einer Rechnung: Er hält den Journalisten für wenig schlagfertig und glaubt, ihn mühelos beherrschen zu können. Damit ist die Ausgangslage keine des Rechts, sondern eine der Gesprächsführung. Zwei Männer sitzen einander gegenüber, der eine mit einem Ruf, den er zurückgewinnen will, der andere mit einer Chance, die sich so nicht wiederholt. Dass Frost bestens vorbereitet erscheint, verschiebt das Kräfteverhältnis, sobald die Aufnahme läuft.
Entstehungsgeschichte
Die Regie lag bei Ron Howard, herausgekommen ist die Arbeit 2008. Zur Besetzung gehören Frank Langella, Michael Sheen, Kevin Bacon und Rebecca Hall. Eine Konstellation aus zwei Kontrahenten und deren Umfeld also, die das Kammerspielhafte des Stoffes stützt. Freigegeben ist der Film ab 6 Jahren.
Hinter den Kulissen
Drama und Historie kommen hier zusammen. Die Verbindung ist hier ungewöhnlich präzise, weil das historische Material selbst schon dramatisch gebaut ist: eine feste Sitzordnung, eine begrenzte Zahl von Aufzeichnungstagen, ein Gegenüber, das man nicht verlassen kann. Spannung entsteht damit nicht aus Bewegung, sondern aus Vorbereitung, Formulierung und dem Moment, in dem eine Frage anders trifft als erwartet. Auch die Vorgeschichte arbeitet für diese Anlage. Ein Rücktritt liegt zurück, ein Schweigen von drei Jahren ebenfalls, und beides zusammen macht jede einzelne Antwort gewichtiger, als sie es in einem gewöhnlichen Interview wäre. Die Fehleinschätzung, mit der Nixon zusagt, liefert zusätzlich ein Kräfteverhältnis, das sich im Verlauf verschieben kann.
Einordnung & Wirkung
Stimmen im vierstelligen Bereich führen zu 7,3 von 10. Das ist ein klar positiver Wert bei überschaubarer Beteiligung, wie sie für dialoggetriebene Stoffe typisch ist. Achtzehn Jahre nach dem Erscheinen steht der Film für eine Spielart des Historiendramas, die auf Schlachten und Massenszenen verzichtet und stattdessen ein Gespräch zum Schauplatz macht.
Bilder








Besetzung & Stab
- Frank Langella als Richard Nixon
- Michael Sheen als David Frost
- Kevin Bacon als Jack Brennan
- Rebecca Hall als Caroline Cushing
- Toby Jones als Swifty Lazar
- Matthew Macfadyen als John Birt
- Oliver Platt als Bob Zelnick
- Sam Rockwell als James Reston Jr.
- Clint Howard als Lloyd Davis
- Patty McCormack als Pat Nixon
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Verfügbarkeit
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