Equus - Blinde Pferde (1977)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Sidney Lumet |
|---|---|
| Genre | Drama, Mystery, Thriller |
| Laufzeit | 137 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1977-10-16 |
| TMDB-Bewertung | 7 (145 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein siebzehnjähriger Junge verstümmelt sechs Pferde, sticht ihnen die Augen aus. Der Psychiater Dr. Dysart übernimmt den Fall und versucht zu verstehen, was Alan Strang zu dieser Tat getrieben hat. Nach und nach legt er die Schichten frei: ein Elternhaus zwischen einer streng religiösen Mutter und einem autoritären Vater, ein missglückter Annäherungsversuch mit dem Mädchen Jill in der Nacht der Tat, und darunter eine private Mythologie, in deren Zentrum ein selbst erschaffener Pferdegott namens Equus steht, dem Alan in geheimen Ritualen huldigt. Je tiefer Dysart in diese Welt eindringt, desto mehr gerät seine eigene Überzeugung ins Wanken, ob eine Heilung, die den Jungen in gesellschaftliche Angepasstheit zurückführt, überhaupt ein Gewinn wäre.
Entstehungsgeschichte
Sidney Lumet inszenierte "Equus - Blinde Pferde" 1977 als Filmdrama mit Anteilen von Mystery und Thriller. Die Hauptrollen übernehmen Richard Burton als Dr. Dysart und Peter Firth als Alan Strang, an ihrer Seite stehen Joan Plowright und Harry Andrews.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama, Mystery und Thriller deutet an, dass der Film die psychiatrische Fallgeschichte nicht rein klinisch erzählt, sondern mit Elementen des Rätselhaften und Beunruhigenden auflädt. Die private Religion, die Alan um das Pferd Equus errichtet, verschiebt den Fokus von der bloßen Frage nach dem "Warum" der Tat hin zu einer Auseinandersetzung mit Glauben, Trieb und Kontrolle. Dass Dysart am Ende den Fall abgibt, statt ihn triumphal zu lösen, zeigt eine Erzählanlage, die weniger an Auflösung interessiert ist als an der Verunsicherung des Beobachters selbst. Die knappe, klar umrissene Besetzung – ein Psychiater, ein Junge, seine Eltern, ein Mädchen – konzentriert die Geschichte auf ein enges Kammerspiel aus Verhören, Erinnerungen und Rückblenden.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,0 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film in einem soliden, aber nicht überragenden Bereich seiner Bewertungsskala. Seit dem Erscheinungsjahr 1977 sind inzwischen deutlich über vierzig Jahre vergangen, was den Stoff in eine Zeit stellt, in der psychoanalytische Fallstudien im Kino noch ein eigenes, ernstes Erzählformat bildeten. Innerhalb des Genrefelds zwischen Drama und Thriller nimmt der Film eine Position ein, die stärker auf psychologische Deutung als auf äußere Spannung setzt.
Bilder







Besetzung & Stab
- Richard Burton als Martin Dysart
- Peter Firth als Alan Strang
- Joan Plowright als Dora Strang
- Harry Andrews als Harry Dalton
- Colin Blakely als Frank Strang
- Eileen Atkins als Hesther Saloman
- Jenny Agutter als Jill Mason
- Kate Reid als Margaret Dysart
- John Wyman als Horseman
- Elva Mai Hoover als Miss Raintree
Weitere Filme von Sidney Lumet
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.