Der Zwang zum Bösen (1959)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Richard Fleischer |
|---|---|
| Genre | Krimi, Drama, Historie, Thriller |
| Laufzeit | 103 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1959-04-01 |
| Budget | 1.345.000 $ |
| Einspielergebnis | 1.800.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (173 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Chicago im Jahr 1924: Artie und Judd, zwei Studenten aus wohlhabenden Familien, haben sich in die Übermenschtheorien Nietzsches verbissen und beschließen, einen Mord ohne jedes Motiv außer dem Beweis ihrer eigenen Überlegenheit zu begehen. Sie entführen und töten den jungen Kessler. Ein Indiz am Tatort gefährdet sie, und Artie versucht, die Polizei mit einer falschen Spur abzulenken. Doch die Lügen und konstruierten Alibis halten dem Ermittlungsdruck nicht stand, die beiden werden immer stärker verdächtigt und schließlich verhaftet. Ihre Familien engagieren den bekannten Strafverteidiger Jonathan Wilke, der sich öffentlich gegen die Todesstrafe positioniert hat. Wilke ist von der Schuld seiner Mandanten überzeugt, kämpft vor Gericht aber dafür, dass sie statt zum Tod zu lebenslanger Haft verurteilt werden.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1959 unter der Regie von Richard Fleischer und beruht auf einer wahren Begebenheit. In den Hauptrollen sind Dean Stockwell und Bradford Dillman als die beiden Studenten zu sehen, Orson Welles spielt den Verteidiger, E.G. Marshall ist ebenfalls besetzt.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Krimi, Drama, Historie und Thriller zeigt, dass der Film weniger auf Spannung durch Ungewissheit als auf die psychologische und moralische Dimension der Tat setzt: Der Ausgang der Ermittlung wird nicht als Rätsel, sondern als Weg zu einer Gerichtsverhandlung erzählt. Dass die Geschichte als auf wahren Ereignissen beruhend gekennzeichnet ist, verschiebt den Fokus zusätzlich weg von der reinen Genrespannung hin zu einer Auseinandersetzung mit Schuld, Klasse und der Frage, wie Gesellschaft und Justiz mit Tätern umgehen, die sich selbst über moralische Maßstäbe stellen. Die Besetzung mit einem prominenten Verteidiger-Darsteller neben zwei jüngeren Hauptfiguren deutet zudem an, dass der Prozess erzählerisch mindestens so viel Raum einnimmt wie die Tat selbst.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,1 bei einer noch eher schmalen Stimmenbasis lässt sich der Film als solide, aber nicht breit diskutiertes Werk innerhalb seines Genres beschreiben. Der zeitliche Abstand zur Entstehung 1959 ist inzwischen beträchtlich, was den Film in eine Reihe früher Justizdramen stellt, die sich mit historisch verbürgten Kriminalfällen auseinandersetzen. Innerhalb der Kombination aus Krimi- und Gerichtsdrama bleibt er ein Beispiel dafür, wie das Genre reale Fälle nutzt, um grundsätzlichere Fragen nach Schuld und Strafe zu verhandeln.
Bilder








Besetzung & Stab
- Dean Stockwell als Judd Steiner
- Bradford Dillman als Arthur A. Straus
- Orson Welles als Jonathan Wilk
- E.G. Marshall als District Attorney Harold Horn
- Diane Varsi als Ruth Evans
- Martin Milner als Sid Brooks
- Richard Anderson als Max Steiner
- Robert F. Simon als Police Lt. Johnson
- Robert Burton als Charles Straus
- Wilton Graff als Mr. Steiner
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