John Christie - Der Frauenwürger von London (1971)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Richard Fleischer |
|---|---|
| Genre | Krimi, Thriller, Historie |
| Laufzeit | 110 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1971-02-10 |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (222 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
London, Ende der 1940er-Jahre: John Reginald Christie, Veteran des Weltkriegs, führt in seinem Reihenhaus ein doppeltes Leben. Nach außen ein unauffälliger Mann, dessen Frau Ethel nichts von seinem Treiben ahnt, lockt er Frauen mit dem Versprechen medizinischer Hilfe in seine Wohnung, betäubt sie mit Gas und erwürgt sie. Als das mittellose junge Paar Beryl und Timothy Evans mit ihrem Kind bei ihm einzieht, gerät die schwangere Beryl in sein Visier. Christie bietet ihr eine damals illegale Abtreibung an – und tötet sie. Ihren Ehemann Timothy, der weder lesen noch schreiben kann, hält er mit gezielten Andeutungen davon ab, die Polizei einzuschalten: Auch er würde sich verdächtig machen, und niemand werde ihm glauben.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1971 unter der Regie von Richard Fleischer. In den Hauptrollen sind Richard Attenborough als Christie sowie John Hurt, Judy Geeson und Pat Heywood zu sehen. Die Handlung folgt einer wahren Begebenheit.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Krimi, Thriller und historischem Stoff verweist auf eine Erzählweise, die weniger auf Spannung durch Verfolgung setzt als auf die Rekonstruktion eines realen Falls. Dass die Geschichte als Nachahmung einer wahren Begebenheit gekennzeichnet ist, prägt den nüchternen, fast dokumentarischen Zugriff auf das Geschehen: Die Erzählung interessiert sich weniger für Schockmomente als für die Mechanismen, mit denen ein Täter Vertrauen missbraucht und ein wehrloses, ungebildetes Umfeld manipuliert. Die Konstellation aus Täter, ahnungsloser Ehefrau und dem hilflosen Paar Evans zeigt eine Geschichte, die auf sozialen Machtgefällen aufbaut – Armut, fehlende Bildung und Abhängigkeit werden zu Werkzeugen des Verbrechens.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,3 bei einer eher schmalen Stimmenbasis zählt der Film zu den solide bis gut bewerteten Vertretern seines Genres, ohne dass sich daraus eine breite öffentliche Resonanz ablesen lässt. Seit der Entstehung 1971 sind mittlerweile über fünf Jahrzehnte vergangen, was den Film klar als Zeitdokument seiner Epoche der Kriminalfilmgeschichte verortet. Innerhalb der Kombination aus Krimi, Thriller und Historie bleibt er ein Beispiel für die filmische Auseinandersetzung mit einem realen Verbrechensfall, dessen nüchterne Erzählhaltung sich von reißerischeren Genrebeiträgen unterscheidet.
Bilder








Besetzung & Stab
- Richard Attenborough als John Christie
- John Hurt als Timothy Evans
- Judy Geeson als Beryl Evans
- Pat Heywood als Ethel Christie
- Isobel Black als Alice
- Miss Riley als Baby Geraldine
- André Morell als Judge Lewis
- Robert Hardy als Malcolm Morris
- Phyllis MacMahon als Muriel Eady
- Gabrielle Daye als Mrs Lynch
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Verfügbarkeit
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