Der nackte Kuss (1964)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Samuel Fuller |
|---|---|
| Genre | Krimi, Drama |
| Laufzeit | 86 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1964-10-29 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 200.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7 (212 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Kelly verlässt ihren Zuhälter nach einem gewalttätigen Streit und ist zwei Jahre unterwegs, bevor sie 1963 in der amerikanischen Kleinstadt Grantville landet. Kaum angekommen, verbringt sie eine Nacht mit dem Polizeichef Griff, der sie eigentlich ins örtliche Bordell abschieben will. Kelly aber lässt sich vom sauberen, geordneten Bild der Stadt nicht abschrecken, sondern sucht sich einen Neuanfang: Sie nimmt eine Stelle als Pflegerin in einem orthopädischen Krankenhaus für behinderte Kinder an und kümmert sich dort mit auffälliger Hingabe um ihre kleinen Patienten. Der Kontrast zwischen ihrer Vergangenheit und diesem neuen Leben bildet den Ausgangspunkt der Geschichte, ohne dass ihr weiterer Weg hier vorweggenommen wird.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1964 unter der Regie von Samuel Fuller. In den Hauptrollen sind Constance Towers als Kelly sowie Michael Dante, Anthony Eisley und Virginia Grey zu sehen. Die Altersfreigabe liegt bei 12 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Krimi und Drama zeigt sich schon in der Anlage der Handlung: Eine Figur mit einer Vergangenheit im Milieu der Prostitution trifft auf eine Kleinstadt, deren Idylle von Anfang an brüchig wirkt, verkörpert durch den korrupten Polizeichef. Diese Konstellation legt eine Geschichte an, die weniger auf klassische Ermittlungsspannung setzt als auf die Frage, ob ein Neuanfang gegen gesellschaftliche Fassaden und persönliche Vorurteile überhaupt möglich ist. Dass Kelly ausgerechnet in der Pflege behinderter Kinder Halt sucht, setzt einen bewussten Gegenpol zu ihrem bisherigen Leben und macht das Spannungsfeld zwischen äußerem Schein und innerer Wahrhaftigkeit zum eigentlichen Thema des Films.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,0 bei einer eher schmalen Stimmenbasis lässt sich der Film als solide, aber nicht breit diskutiertes Werk innerhalb seines Genres einordnen. Seit seiner Entstehung 1964 sind über sechzig Jahre vergangen, was ihn deutlich als Film seiner Zeit ausweist, dessen Milieu- und Gesellschaftsschilderung aus der Perspektive der frühen 1960er Jahre entstanden ist. Innerhalb der Kombination aus Krimi und Drama nimmt er mit seiner Figurenzeichnung eine eigenständige Position ein.
Bilder







Besetzung & Stab
- Constance Towers als Kelly
- Michael Dante als J.L. Grant
- Anthony Eisley als Capt. Griff
- Virginia Grey als Candy
- Patsy Kelly als Mac, Head Nurse
- Marie Devereux als Buff
- Karen Conrad als Dusty
- Linda Francis als Rembrandt
- Bill Sampson als Jerry
- Sheila Mintz als Receptionist
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Verfügbarkeit
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