Samuel Fuller
Werdegang
Samuel Michael Fuller wurde am 12. August 1912 in Worcester, Massachusetts, geboren und starb am 30. Oktober 1997. Er begann bereits mit zwölf Jahren als Laufbursche bei einer Zeitung und arbeitete mit 17 Jahren als Kriminalreporter in New York, unter anderem für den „New York Evening Graphic“. Ab Mitte der 1930er-Jahre verfasste er Groschenromane und Drehbücher, teils auch als anonymer Ghostwriter. Während des Zweiten Weltkriegs diente er in der Infanterie der US-Armee und nahm an Landungen in Afrika, Sizilien und der Normandie teil, ebenso an Kämpfen in Belgien und der Tschechoslowakei. 1945 war er bei der Befreiung des Konzentrationslagers Falkenau zugegen und filmte dort Material, das später in einer Dokumentation verwendet wurde. Für seinen Kriegseinsatz wurde er mehrfach ausgezeichnet. Seine Erfahrungen flossen später in seine Filmarbeit ein. Nachdem sein Film „White Dog“ zurückgezogen worden war, zog Fuller nach Frankreich, bevor er in die USA zurückkehrte, wo er starb.
Filmografie bei uns
Von Samuel Fuller als Regisseur sind sieben Filme im Katalog verzeichnet, keine Serien. Die Titel decken einen Zeitraum von 1953 bis 1982 ab, also 29 Jahre, beginnend rund vier Jahrzehnte nach seiner Geburt. Vertreten sind unterschiedliche Genres wie Thriller, Krimi, Drama, Mystery, Kriegsfilm, Western und Horror, was auf ein breites Spektrum innerhalb des Genrefilms hindeutet. Zu den geführten Werken zählen „Polizei greift ein“, „Der nackte Kuss“, „Schock-Korridor“, „Alles auf eine Karte“, „The Big Red One“, „Vierzig Gewehre“ und „Der weiße Hund von Beverly Hills“.
Einordnung
Die sieben Titel erreichen bei uns Bewertungen zwischen 6,6 und 7,4, im Schnitt 6,9 von 10. Damit bewegen sich alle Werke in einem relativ engen, überwiegend soliden Bereich ohne größere Ausreißer nach oben oder unten. Der älteste erfasste Titel liegt 41 Jahre nach seiner Geburt, der jüngste 70 Jahre danach – die Filmografie im Katalog spiegelt somit einen Ausschnitt seines Schaffens über fast drei Jahrzehnte wider.