Der müde Tod (1921)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Fritz Lang |
|---|---|
| Genre | Drama, Fantasy, Thriller |
| Laufzeit | 83 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1921-10-06 |
| Altersfreigabe | FSK 0 |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (180 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In einem ruhigen Landstädtchen kehrt ein unheimlicher Fremder ein, der die Dorfbewohner in der örtlichen Gaststätte mit seinem Auftreten verstört. Bald darauf lässt er sich auf einem Grundstück nieder, das von hohen Mauern umschlossen an den Friedhof grenzt. Von dort werden Züge von Seelen gesehen, die das Gelände betreten – unter ihnen erkennt eine junge Frau ihren Verlobten, der daraufhin spurlos verschwindet. Verzweifelt versucht sie, in das geheimnisvolle Haus zu gelangen, und findet dort schließlich den Sitz des Todes selbst: einen Raum voller Kerzen, die für die verrinnenden Menschenleben stehen. Ihr wird die Möglichkeit angeboten, mit ihrem Geliebten wieder vereint zu werden, wenn sie eines von drei erlöschenden Leben rettet.
Entstehungsgeschichte
Der müde Tod entstand 1921 unter der Regie von Fritz Lang. In den Hauptrollen sind Lil Dagover, Walter Janssen, Bernhard Goetzke und Hans Sternberg zu sehen. Der Film ist ohne Altersbeschränkung freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Drama, Fantasy und Thriller zeigt sich in der Anlage der Geschichte selbst: Eine private Trauer wird zum Anlass für eine Reise durch mehrere Episoden, in denen sich die Grenze zwischen Leben und Tod immer wieder verschiebt. Die Konstruktion, dass die Hauptfigur gleich drei Leben retten muss, um eines zu gewinnen, gibt der Erzählung eine episodische Struktur, in der dasselbe Motiv – Liebe gegen Verlust – in wechselnden Konstellationen durchgespielt wird. Die Beschränkung auf wenige Schauplätze wie Gasthaus, Friedhofsmauer und das Innere des Totenhauses lenkt den Blick stark auf die symbolische Ausstattung: Kerzen als Sinnbild für Lebenszeit sind das zentrale Bildmotiv, um das sich die gesamte Handlung dreht.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,4 bei einer eher schmalen Stimmenbasis zählt Der müde Tod zu den Titeln, deren Publikumsresonanz sich noch nicht auf eine breite Masse stützt, aber ein durchweg positives Bild zeichnet. Seit der Entstehung 1921 liegen mehr als hundert Jahre, was den Film in die früheste Phase des erzählenden Kinos stellt. Innerhalb der Kombination aus Drama, Fantasy und Thriller nimmt er eine Stellung ein, die stärker auf existenzielle Fragen als auf reine Schauwerte setzt, und hebt sich dadurch von rein schauerlichen Genrebeiträgen seiner Zeit ab.
Bilder








Besetzung & Stab
- Lil Dagover als Young Woman / Zobeide / Mona Fiametta / Tiao Tsien
- Walter Janssen als Young Man / Frank / Gianfrancesco / Liang
- Bernhard Goetzke als Death / El Mot / Archer
- Hans Sternberg als Mayor
- Karl Rückert als Reverend
- Max Adalbert als Notary / Chancellor
- Wilhelm Diegelmann als Doctor
- Erich Pabst als Teacher
- Karl Platen als Pharmacist
- Hermann Picha als Taylor
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Verfügbarkeit
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