Der einzige Zeuge (1985)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Peter Weir |
|---|---|
| Genre | Krimi, Drama, Thriller |
| Laufzeit | 112 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1985-02-08 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 12.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 116.107.459 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (1.958 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Der achtjährige Samuel reist mit seiner verwitweten Mutter Rachel von der Amisch-Gemeinde in Pennsylvania nach Baltimore. Auf dem Bahnhof in Philadelphia geht er auf die Toilette und sieht dort, wie ein Mann ermordet wird.
Detective John Book übernimmt den Fall — und stellt fest, dass der Täter ein hochrangiger Polizist ist. Als er selbst angeschossen wird, bringt er Mutter und Kind zurück in die Gemeinde und bleibt dort, um zu genesen. Ein Großstadtpolizist unter Menschen, die Gewalt grundsätzlich ablehnen: Der Film lebt von diesem Widerspruch und von der Nähe zwischen Book und Rachel, die für beide Seiten nicht vorgesehen ist.
Entstehungsgeschichte
Es war Peter Weirs erster amerikanischer Film; zuvor hatte er in Australien gearbeitet. Gedreht wurde von April bis Juni 1984 an Originalschauplätzen in Pennsylvania, das Budget lag bei 12 Millionen Dollar.
Harrison Ford spielt John Book. Es ist bis heute seine einzige Oscar-Nominierung — bemerkenswert für einen Darsteller, dessen Filme zu den erfolgreichsten der Kinogeschichte gehören.
Hinter den Kulissen
Die Amisch selbst lehnten die Produktion ab. Das National Committee for Amish Religious Freedom rief zum Boykott auf, weil es zunehmenden Fremdenverkehr und das Betreten der Höfe befürchtete. Der Gouverneur von Pennsylvania sagte daraufhin zu, die Region künftig nicht mehr als Drehort zu bewerben.
Die bekannteste Sequenz zeigt den gemeinschaftlichen Bau einer Scheune an einem einzigen Tag — eine Szene ohne Handlung im engeren Sinn, die zeigt, worin die Stärke dieser Gemeinschaft besteht.
Einordnung & Wirkung
Der Film wurde ein unerwarteter Erfolg und spielte weltweit 117,1 Millionen Dollar ein, davon 68,7 Millionen in den USA.
Von acht Oscar-Nominierungen wurden zwei umgesetzt: bestes Originaldrehbuch und bester Schnitt. Roger Ebert sprach von einem frischen neuen Tag im Kino.
Der Verhandlungsfachmann William Ury hat die Schlussszene später als Sinnbild dafür angeführt, wie eine Gemeinschaft Gewalt verhindern kann, ohne selbst Gewalt anzuwenden.
Bilder








Besetzung & Stab
- Harrison Ford als John Book
- Kelly McGillis als Rachel
- Josef Sommer als Schaeffer
- Lukas Haas als Samuel
- Jan Rubeš als Eli Lapp
- Alexander Godunov als Daniel Hochleitner
- Danny Glover als McFee
- Brent Jennings als Carter
- Patti LuPone als Elaine
- Angus MacInnes als Fergie
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Verfügbarkeit
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