Der Club der toten Dichter (1989)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Peter Weir |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 128 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1989-06-02 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 16.400.000 $ |
| Einspielergebnis | 235.860.116 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,3 (12.971 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
1959 tritt an der Eliteinternatsschule Welton in Vermont ein neuer Englischlehrer an. John Keating war selbst Schüler dort und unterrichtet anders als der Rest des Kollegiums: Er lässt Schüler die Einleitung ihres Lehrbuchs herausreißen, stellt sich auf das Pult und fordert sie auf, ihr Leben außergewöhnlich zu machen.
Eine Gruppe seiner Schüler gründet den Klub der toten Dichter neu, der sich nachts in einer Höhle trifft und Gedichte liest. Neil Perry entdeckt das Theater, gegen den erklärten Willen seines Vaters, der Medizin für ihn vorgesehen hat. Der Film erzählt, was passiert, wenn ein Junge zum ersten Mal erfährt, dass es eine Alternative gibt, und dann feststellt, dass sie ihm nicht offensteht.
Entstehungsgeschichte
Tom Schulman schrieb das Drehbuch nach eigenen Erfahrungen an einer Privatschule in Nashville; die Figur Keating geht auf einen seiner Lehrer zurück. Ein früher Anlauf mit Dustin Hoffman und einem anderen Regisseur kam nicht zustande.
Peter Weir übernahm und setzte gegen Widerstände durch, den Film nicht auf Keating zuzuschneiden — die Schüler sollten die Hauptfiguren bleiben. Robin Williams war zu diesem Zeitpunkt vor allem als Komiker bekannt; Weir bat ihn ausdrücklich, seine improvisatorische Seite nur an wenigen Stellen einzusetzen.
Hinter den Kulissen
Gedreht wurde an der St. Andrew's School in Delaware, deren Räume weitgehend unverändert genutzt wurden. Weir ließ die jungen Darsteller während der Produktion gemeinsam wohnen und drehte in weitgehend chronologischer Reihenfolge, damit sich ihre Beziehungen im Film mit denen am Set entwickeln.
Ethan Hawke war achtzehn und hatte kaum Erfahrung; die Szene, in der seine Figur ein Gedicht improvisieren muss, entstand nach mehreren Anläufen, in denen Weir ihn tatsächlich unter Druck setzte. Maurice Jarre komponierte die Musik überwiegend für Dudelsack und Bläser.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit rund 235 Millionen Dollar ein und gewann den Oscar für das beste Originaldrehbuch; Robin Williams war als bester Hauptdarsteller nominiert.
Er prägte die Redewendung "Carpe diem" für eine ganze Generation und wird bis heute im Unterricht eingesetzt. Zugleich gibt es eine anhaltende Gegenlesart, die vor allem aus der Pädagogik kommt: Keating vermittelt Begeisterung, aber keine Methode, und lässt seine Schüler mit einer Haltung allein, für die er ihnen keine Werkzeuge gibt — eine Kritik, die der Film selbst durch seinen Ausgang nahelegt, ohne sie auszusprechen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Robin Williams als John Keating
- Robert Sean Leonard als Neil Perry
- Ethan Hawke als Todd Anderson
- Josh Charles als Knox Overstreet
- Gale Hansen als Charlie Dalton
- Dylan Kussman als Richard Cameron
- Allelon Ruggiero als Steven Meeks
- James Waterston als Gerard Pitts
- Norman Lloyd als Mr. Nolan
- Kurtwood Smith als Mr. Perry
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