Die Truman Show (1998)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Peter Weir |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama |
| Laufzeit | 102 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1998-06-04 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 60.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 264.118.712 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,2 (20.865 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Truman Burbank lebt in Seahaven, einer freundlichen Küstenstadt, arbeitet in einer Versicherung und ist mit einer Frau verheiratet, die ihm im Gespräch gelegentlich Küchenprodukte empfiehlt. Was er nicht weiß: Die Stadt ist ein Studio, alle Menschen um ihn herum sind Schauspieler, und sein Leben wird seit seiner Geburt rund um die Uhr live übertragen.
Der Film setzt in dem Moment ein, in dem die Konstruktion Risse bekommt — ein Scheinwerfer fällt vom Himmel, ein Regenschauer verfolgt nur ihn, eine Radiofrequenz überträgt versehentlich die Regieanweisungen. Truman beginnt zu prüfen, was er sein Leben lang geglaubt hat, während der Produzent Christof außerhalb der Kuppel alles daransetzt, ihn drinnen zu halten.
Entstehungsgeschichte
Andrew Niccol schrieb das Drehbuch zunächst als düsteren Science-Fiction-Stoff, angesiedelt in New York. Paramount kaufte es; Peter Weir übernahm die Regie und verlegte die Handlung in eine helle, künstlich freundliche Kleinstadt — mit der Begründung, dass die Konstruktion nur dann bedrückend wirkt, wenn sie angenehm aussieht.
Jim Carrey war zu diesem Zeitpunkt der bestbezahlte Komödiendarsteller Hollywoods und nahm für die Rolle eine deutlich geringere Gage. Weir ließ ihn zunächst improvisieren und wählte anschließend aus; die überdrehte Fassade der Figur stammt aus Carreys komödiantischem Repertoire, das hier als Symptom eingesetzt wird statt als Pointe.
Hinter den Kulissen
Seahaven ist kein Set, sondern eine reale Ortschaft: Seaside in Florida, eine geplante Gemeinde im Stil des New Urbanism mit einheitlicher Architektur und strengen Bauvorschriften. Der Ort brauchte kaum Anpassung, was den unbehaglichen Eindruck erheblich verstärkt.
Weir ließ Teile des Films mit versteckten und ungewöhnlich positionierten Kameras drehen — durch Türspalte, aus Armaturenbrettern, aus Knopflöchern —, damit die Bildsprache der Sendung entspricht, die im Film läuft. Die entsprechenden Einstellungen sind an Vignetten und Weitwinkelverzerrungen erkennbar. Ed Harris kam als Christof erst kurzfristig dazu, nachdem Dennis Hopper die Produktion verlassen hatte.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit rund 264 Millionen Dollar ein und war für drei Oscars nominiert, darunter Peter Weir für die Regie und Ed Harris als bester Nebendarsteller.
Er erschien, bevor das Reality-Fernsehen seinen Durchbruch hatte — "Big Brother" startete in den Niederlanden im selben Jahr, international erst danach. Was 1998 als Übertreibung gedacht war, wurde binnen weniger Jahre zum Format. Mit dem Aufkommen dauerhafter Selbstübertragung im Netz gewann der Film eine dritte Bedeutungsebene, die er ursprünglich nicht hatte. In der Psychiatrie wird zudem eine Wahnform beschrieben, bei der Betroffene sich in einer inszenierten Sendung wähnen — sie wird nach diesem Film benannt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Jim Carrey als Truman Burbank
- Laura Linney als Meryl Burbank / Hannah Gill
- Noah Emmerich als Marlon / Louis Coltrane
- Natascha McElhone als Lauren Garland / Sylvia
- Holland Taylor als Angela Montclair / Alanis Montclair
- Ed Harris als Christof
- Paul Giamatti als Simeon
- Brian Delate als Walter Moore / Kirk Burbank
- Peter Krause als Lawrence
- Blair Slater als Young Truman
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