Der Bulle von Paris (1985)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Maurice Pialat |
|---|---|
| Genre | Drama, Krimi |
| Laufzeit | 113 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1985-09-04 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 6 (128 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Mangin ist Polizist mit einem Ruf für harte Methoden, und genau darauf ist er sich sehr bewusst. Bei den Ermittlungen gegen einen Drogendealer-Ring aus Tunesien gerät er in den Bann von Noria, der Geliebten eines von ihm verhafteten Dealers. Noria nimmt es mit der Wahrheit nicht genau: Während ihr Liebster im Gefängnis sitzt, hat sie Drogen und zwei Millionen Francs entwendet und wird nun von dessen Brüdern verfolgt. Mangin hilft ihr und steht zu ihr, selbst als er merkt, dass auch sie ihn belogen hat. Zunehmend verwischt sich für ihn die Grenze zwischen Privatleben und Dienst, er gerät tiefer in die Unterwelt, aus der er eigentlich ermitteln soll. Zum ersten Mal empfindet der einsame Ermittler etwas wie echte Liebe – und muss sich fragen, ob Noria es ernst mit ihm meint.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1985 unter der Regie von Maurice Pialat. In den Hauptrollen sind Gérard Depardieu als Mangin und Sophie Marceau als Noria zu sehen, an ihrer Seite Richard Anconina und Pascale Rocard. Freigegeben ist der Film ab 12 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Krimi verschiebt den Fokus weg vom klassischen Ermittlungsplot hin zu einer Charakterstudie: Ein Mann, der sich über seine Härte definiert, wird durch eine Frau erschüttert, die selbst nicht durchschaubar ist. Dass Noria lügt und Mangin es weiß und trotzdem bei ihr bleibt, macht die Geschichte zu einer Untersuchung von Kontrollverlust statt zu einem reinen Kriminalfall. Die Erzählung verweigert sich einer klaren moralischen Ordnung – Ermittler und Verfolgte, Liebe und Betrug, Pflicht und Begehren laufen ineinander, ohne dass der Film eine eindeutige Auflösung verspricht.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,0 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Titel im mittleren Bereich, was für ein Werk mit vierzig Jahren Abstand zur Gegenwart nicht ungewöhnlich ist. Innerhalb des Kriminaldramas positioniert sich der Film weniger über Spannung als über die Beziehung seiner beiden Hauptfiguren, was ihn von handlungsgetriebeneren Genrevertretern unterscheidet.
Bilder




Besetzung & Stab
- Gérard Depardieu als Louis Vincent Mangin
- Sophie Marceau als Noria
- Richard Anconina als Lambert
- Pascale Rocard als Marie Vedret
- Sandrine Bonnaire als Lydie
- Jacques Mathou als Gauthier
- Yann Dedet als Dédé
- Frank Karaoui als Rene
- Jonathan Leïna als Simon
- Bernard Fuzellier als Nez Casse
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Verfügbarkeit
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