Die Sonne Satans (1987)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Maurice Pialat |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 93 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1987-08-01 |
| TMDB-Bewertung | 6 (139 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein Dorf in Frankreich, 1926: Die sechzehnjährige Mouchette tötet einen ihrer Liebhaber, den Marquis de Cadignan, doch die Tat wird als Selbstmord ausgegeben. Parallel dazu steht die Geschichte des Priesters Donissan, der ein Leben nach mittelalterlichem Vorbild führen will – mit Fasten, Bußgewand und Selbstgeißelung. Sein Vorgesetzter, Dekan Menou-Segrais, sieht in ihm zugleich Eifer und eine mögliche Berufung, mahnt aber zur Mäßigung. Auf einem nächtlichen Fußmarsch begegnet Donissan einem Pferdehändler, der ihn auf einen vermeintlichen Abkürzungsweg lockt und sich am Ende als Satan offenbart. Wie sich das Schicksal von Mouchette und Donissan weiter verschränkt, bleibt hier offen.
Entstehungsgeschichte
„Die Sonne Satans“ entstand 1987 unter der Regie von Maurice Pialat, der auch selbst eine Rolle übernahm. In den Hauptrollen sind Gérard Depardieu und Sandrine Bonnaire zu sehen, an ihrer Seite Brigitte Legendre. Der Film ist als Drama angelegt.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte verknüpft zwei Erzählstränge – den einer jungen Frau, die zur Täterin wird, und den eines Priesters, der sich in religiösem Eifer zu verzehren droht – und stellt sie nebeneinander, ohne sie sofort aufzulösen. Das Setting im ländlichen Frankreich der 1920er Jahre und die katholische Frömmigkeitspraxis, die bis ins Mittelalterliche zurückgreift, geben dem Drama einen Rahmen, in dem Schuld, Buße und Versuchung eng beieinanderliegen. Die Begegnung mit einer Figur, die sich als Satan zu erkennen gibt, verschiebt den Realismus der Handlung ins Metaphysische und macht den inneren Konflikt Donissans zum eigentlichen Zentrum der Erzählung.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,0 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Film im mittleren Bereich der Rezeption, ohne dass sich daraus ein eindeutiges Urteil ableiten ließe. Seit der Entstehung 1987 sind mittlerweile weit über drei Jahrzehnte vergangen, was den Film als Zeitzeugnis eines bestimmten Kinos der 1980er Jahre erscheinen lässt. Innerhalb des Dramas nimmt er mit seiner religiös aufgeladenen, moralisch komplexen Konstruktion eine eigenständige Position ein, die sich von reinen Milieustudien oder Kriminaldramen deutlich abhebt.
Bilder





Besetzung & Stab
- Gérard Depardieu als Donissan
- Sandrine Bonnaire als Mouchette
- Maurice Pialat als Menou-Segrais
- Brigitte Legendre als La mère de Mouchette
- Alain Artur als Cadignan
- Yann Dedet als Gallet
- Jean-Claude Bourlat als Malorthy
- Jean-Christophe Bouvet als Le maquignon
- Philippe Pallut als Le carrier
- Marcel Anselin als Mgr Gerbier
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Verfügbarkeit
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