Auf das, was wir lieben (1983)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Maurice Pialat |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 95 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1983-11-16 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 6,8 (227 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Suzanne ist fünfzehn, als sie beginnt, ständig die Partner zu wechseln, ohne dabei je so etwas wie Liebe zu empfinden. Luc, der sich ernsthaft um sie bemüht und echte Zuneigung zeigt, bleibt bei ihr chancenlos. Parallel dazu bricht ihre Familie auseinander: Der Vater beginnt eine Affäre, die Eltern trennen sich, und Suzanne verliert zunehmend jeden Halt. Ihr älterer Bruder Robert versucht, die Lücke zu füllen und die Vaterrolle zu übernehmen, was ihn und Suzanne jedoch nur in immer neue Konflikte treibt. Die Geschichte bleibt nah an Suzanne, an ihrem Alltag zwischen Beziehungen, die nichts bedeuten, und einem Zuhause, das sich auflöst.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1983 unter der Regie von Maurice Pialat, der auch selbst eine Rolle übernahm. Neben ihm stehen Sandrine Bonnaire als Suzanne, Christophe Odent und Dominique Besnehard vor der Kamera. Die Freigabe liegt bei 16 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Liebesfilm täuscht hier über die eigentliche Anlage hinweg: Es geht weniger um eine Liebesgeschichte im klassischen Sinn als um deren Abwesenheit. Suzannes wechselnde Partner werden gerade nicht romantisiert, sondern als Symptom eines familiären Zusammenbruchs gezeigt. Dass Pialat selbst den Vater spielt, verleiht der Erzählung über die Auflösung einer Familie eine zusätzliche Ebene, ohne dass dies mit biografischen Bezügen zu verwechseln wäre. Die Konzentration auf eine junge weibliche Hauptfigur, umgeben von Männern unterschiedlichen Alters – Liebhaber, Bruder, Vater –, macht deutlich, dass der Film Suzannes Verhalten als Reaktion auf ihr Umfeld lesbar machen will, nicht als isolierte Charakterstudie.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,8 bei knapp über zweihundert abgegebenen Stimmen bewegt sich der Titel in einem Bereich, der auf ein kleines, aber nicht verschwindendes Publikum schließen lässt – eine schmale, doch nicht unbedeutende Bewertungsbasis. Seit der Entstehung 1983 sind mehr als vierzig Jahre vergangen, was den Film in eine Zeit setzt, in der explizite Coming-of-Age-Erzählungen über weibliche Sexualität im europäischen Autorenkino noch selten waren. Innerhalb des Genres Drama/Liebesfilm markiert er damit eine Position, die sich bewusst von versöhnlichen oder romantisierenden Erzählmustern abwendet.
Bilder






Besetzung & Stab
- Sandrine Bonnaire als Suzanne
- Maurice Pialat als Le Père
- Christophe Odent als Michel
- Dominique Besnehard als Robert
- Cyril Collard als Jean-Pierre
- Jacques Fieschi als Le Beau-frère
- Valérie Schlumberger als Marie-France
- Evelyne Ker als La Mère
- Pierre Novion als Adrien
- Tsilka Theodorou als Fanny
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Verfügbarkeit
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