Van Gogh (1991)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Maurice Pialat |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 158 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1991-10-30 |
| Einspielergebnis | 138.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,7 (126 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Der Film begleitet die letzten 67 Tage im Leben eines Malers, ohne dabei dem vertrauten Bild vom leidenden, zerrissenen Genie zu folgen. Stattdessen entfaltet sich eine ruhige, fast sonnige Erzählweise, die in Licht und Farbgestaltung an die Malerei seiner französischen Zeitgenossen erinnert. Es gibt keine Auflösung eines biografischen Rätsels, sondern eine Reihe von Momentaufnahmen, in denen Glück und Verzweiflung dicht beieinander liegen. Ein wiederkehrendes Element ist die Beziehung zum Bruder Theo, die hier ungewöhnlich gestaltet ist und nebenbei zu einem Nachdenken über das Verhältnis von Kunst und Markt wird. Auch eine Art Selbstbetrachtung des Protagonisten klingt an, ohne dass der Film daraus eine klare Deutung ableitet.
Entstehungsgeschichte
Maurice Pialat führte bei diesem 1991 entstandenen Drama Regie, das die historische Figur des Malers in den Mittelpunkt stellt. In den Hauptrollen sind Jacques Dutronc, Alexandra London, Bernard Le Coq und Gérard Séty zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Historie zeigt sich hier nicht als klassisches Biopic mit dramatischer Zuspitzung, sondern als impressionistisch angelegte Erzählung, die sich der Chronologie bewusst entzieht. Dass der Film explizit keine Lösung für die Rätsel um seine Hauptfigur anbietet, sondern auf Stimmungen und Beobachtungen setzt, verweist auf eine Anlage, die weniger an äußerer Handlung als an innerer Erfahrung interessiert ist. Die Nebenhandlung um Kunst und Markt deutet darauf hin, dass der Film die Existenz des Malers auch als ökonomische und soziale Frage begreift, nicht nur als psychologische.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,7 bei einer noch schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im mittleren Bereich der Publikumsresonanz, was angesichts seiner zurückhaltenden, unspektakulären Erzählweise nicht überrascht. Seit der Entstehung 1991 sind mittlerweile über drei Jahrzehnte vergangen, ein Zeitraum, der ihn deutlich von aktuellen biografischen Filmen über Künstlerfiguren unterscheidet. Innerhalb des Genres historischer Künstlerdramen positioniert er sich durch seine bewusste Absage an dramatische Zuspitzung und die Verweigerung einfacher psychologischer Erklärungen als ein eigenständiger, eher kontemplativer Beitrag.
Bilder








Besetzung & Stab
- Jacques Dutronc als Van Gogh
- Alexandra London als Marguerite
- Bernard Le Coq als Théo
- Gérard Séty als Gachet
- Corinne Bourdon als Jo
- Elsa Zylberstein als Cathy
- Julien Haurant als Coco
- Leslie Azzoulai als Adeline
- Jacques Vidal als Ravoux
- Chantal Barbarit als Madame Chevalier
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Verfügbarkeit
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