Cobra Verde (1987)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Werner Herzog |
|---|---|
| Genre | Abenteuer, Drama |
| Laufzeit | 111 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1987-12-03 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 6,9 (168 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Im Brasilien des 19. Jahrhunderts macht sich ein Bandit namens Cobra Verde einen Namen als rücksichtsloser Gesetzloser, der eine Spur der Verwüstung hinterlässt. Auf seinem Weg gelangt er zur Zuckerplantage des Don Octávio Countinho, der nichts von der wahren Identität seines Gastes ahnt und, beeindruckt von dessen Härte, ihn mit der Aufsicht über die Sklaven betraut. Als Cobra Verde jedoch alle drei Töchter des Plantagenbesitzers schwängert, verbannt ihn der erzürnte Don Octávio nach Afrika, mit dem Auftrag, den Sklavenhandel wieder in Gang zu bringen. Nach der Überfahrt nutzt Cobra Verde Stammeskonflikte aus, um eine verlassene Festung an sich zu reißen, und formt aus einer Armee unbewaffneter Krieger eine Truppe im Kampf um das eigene Überleben.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1987 unter der Regie von Werner Herzog. In den Hauptrollen sind Klaus Kinski, King Ampaw, José Lewgoy und Salvatore Basile zu sehen. Freigegeben ist das Werk ab 12 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Abenteuer und Drama zeigt sich in der Anlage der Geschichte selbst: Ein Einzelgänger bewegt sich durch zwei Kontinente und zwei Machtsysteme, die auf Ausbeutung beruhen – die Plantage und der Sklavenhandel. Die Erzählung folgt keiner klassischen Heldenreise, sondern begleitet eine Figur, die Gewalt und Herrschaft als Mittel des Überlebens einsetzt, ohne dass sie dabei moralisch gerahmt wird. Dass die Handlung von Brasilien nach Afrika wechselt, verschiebt den Fokus von individueller Gesetzlosigkeit auf ein historisches System, in das sich der Protagonist einschreibt. Die Konzentration auf wenige, klar benannte Figuren – den Plantagenbesitzer, seine Töchter, die Krieger – deutet auf eine Geschichte hin, die Machtverhältnisse eher exemplarisch als vielschichtig verhandelt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,9 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im soliden, aber nicht herausragenden Bereich für Abenteuerdramen seiner Zeit. Seit der Veröffentlichung 1987 sind mittlerweile mehrere Jahrzehnte vergangen, was die vergleichsweise geringe Zahl an Bewertungen erklären kann. Innerhalb des Genres steht der Film für eine Spielart des Abenteuerfilms, die historische Ausbeutungsstrukturen nicht als Kulisse, sondern als zentrales Thema begreift.
Bilder








Besetzung & Stab
- Klaus Kinski als Francisco Manoel da Silva aka Cobra Verde
- King Ampaw als Taparica
- José Lewgoy als Don Octavio Coutinho
- Salvatore Basile als Captain Fraternidade
- Peter Berling als Bernabé
- Guillermo Coronel als Euclides
- Nana Agyefi Kwame II als Bossa Ahadee
- Nana Fedu Abodo als Yovogan
- Kofi Yerenkyi als Bakoko
- Kwesi Fase als Kankpe
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Verfügbarkeit
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