Benny's Video (1992)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Michael Haneke |
|---|---|
| Genre | Krimi, Drama |
| Laufzeit | 105 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1992-11-06 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 6,9 (403 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Im Mittelpunkt steht ein Junge namens Benny. Er tötet ein Mädchen, und die Videokamera läuft dabei. Die Tat ist kein Ausbruch am Ende einer langen Eskalation, sondern der Ausgangspunkt einer Geschichte, die sich mit ihren Voraussetzungen und Folgen beschäftigt.
Der Film erzählt davon als beklemmende moralische Fabel. Ihn interessiert, wie Menschen einander fremd werden und wie eine erschreckende emotionale Teilnahmslosigkeit entstehen kann. Zugleich versteht sich die Geschichte als eindringlicher Beitrag zur Debatte über Gewalt in den Medien, die hier nicht abstrakt bleibt, sondern an einem einzelnen Jungen und seiner Tat greifbar wird.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Michael Haneke, das Werk kam 1992 heraus. Vor der Kamera stehen Arno Frisch, Angela Winkler, Ulrich Mühe und Stephanie Brehme. Die Freigabe ab 16 Jahren entspricht der Schwere des Themas.
Hinter den Kulissen
Krimi und Drama bilden den Rahmen, doch der kriminalistische Anteil folgt hier keinem Rätsel. Wer die Tat begangen hat, steht von Anfang an fest. Stattdessen verlagert sich das Interesse auf die Frage nach dem Warum und auf die Haltung, mit der Menschen einer solchen Tat begegnen.
Die Videokamera ist dabei mehr als ein Requisit. Sie verbindet das Verbrechen mit dem Thema Medien und macht das Aufzeichnen selbst zum Teil des Problems. Wer eine Tat filmt, schafft Abstand zu ihr, und genau dieser Abstand scheint die Teilnahmslosigkeit zu spiegeln, um die es geht. Aus einer Aufnahme, die eigentlich nur Bilder festhalten soll, wird so ein Zeugnis, das Fragen nach Verantwortung und Mitgefühl aufwirft.
Einordnung & Wirkung
Die Publikumswertung liegt bei 6,9 von 10 Punkten und damit im guten Bereich. Sie stützt sich auf einige hundert Stimmen, eine Basis, die über Einzelmeinungen hinausreicht.
Seit dem Erscheinen sind 34 Jahre vergangen, und das Thema hat seine Brisanz nicht verloren, denn die Frage nach dem Verhältnis von Gewalt und Bildern stellt sich in jeder Mediengeneration neu. Innerhalb des Dramas gehört der Film zu den Werken, die unbequeme Fragen stellen, statt Antworten anzubieten.
Bilder







Besetzung & Stab
- Arno Frisch als Benny
- Angela Winkler als Anna, Benny's Mother
- Ulrich Mühe als Georg, Benny's Father
- Stephanie Brehme als Evi, Benny's Sister
- Stefan Polasek als Ricci
- Ingrid Stassner als Girl
- Martin Schoendelin als Sales manager in videostore (uncredited)
- Christian Pundy
- Max Berner
- Shelley Kästner
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Verfügbarkeit
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