Das weiße Band - Eine deutsche Kindergeschichte (2009)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Michael Haneke |
|---|---|
| Genre | Drama, Mystery |
| Laufzeit | 144 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2009-09-24 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 21.555.450 $ |
| Einspielergebnis | 11.652.157 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (1.181 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein Dorf im protestantischen Norden Deutschlands, 1913/14, am Vorabend des Ersten Weltkriegs. Im Mittelpunkt steht der vom Dorflehrer geleitete Schul- und Kirchenchor: seine kindlichen und jugendlichen Sänger und deren Familien. Gutsherr, Pfarrer, Gutsverwalter, Hebamme, Arzt und Bauern ergeben einen Querschnitt der Dorfgesellschaft. In diese geordnete Welt fallen seltsame Unfälle, die nach und nach den Charakter ritueller Bestrafungen annehmen. Wer dahintersteckt, bleibt die Frage, die über allem liegt und den Blick auf jeden im Dorf verändert.
Entstehungsgeschichte
Michael Haneke inszenierte den Film, der 2009 erschien und international den Titel „The White Ribbon“ trägt. Die Besetzung führt Christian Friedel, Ernst Jacobi, Leonie Benesch und Ulrich Tukur auf. Der Untertitel „Eine deutsche Kindergeschichte“ ordnet den Stoff bereits ein, bevor die Handlung beginnt. Für Zuschauer ab 12 Jahren ist der Film freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Drama und Mystery beschreibt die Bauform genau: Es gibt eine ungeklärte Reihe von Vorfällen, aber der Film ist keine Ermittlungsgeschichte. Die Frage nach dem Urheber dient dazu, die Ordnung des Dorfes sichtbar zu machen — die Rangfolge zwischen Gutsherr und Bauern, die Rolle des Pfarrers, die Stellung der Kinder darin. Dass die Vorfälle den Charakter von Bestrafungen annehmen, verschiebt den Verdacht von einer Tat hin zu einem Prinzip: Bestraft wird, wo Strafe bereits zur Ordnung gehört. Die Anlage über den Chor sorgt dafür, dass die jungen Sänger nicht Beiwerk sind, sondern das Zentrum der Erzählung bilden.
Einordnung & Wirkung
7,5 von 10 Punkten aus einer vierstelligen Zahl an Stimmen ergeben ein deutlich überdurchschnittliches Ergebnis. Die Stimmenzahl bleibt überschaubar, was bei einem Film dieses Zuschnitts wenig überrascht: Er richtet sich an ein Publikum, das ihn sucht. Siebzehn Jahre nach dem Erscheinen steht er im Feld strenger, langsam erzählter Dramen und behauptet sich dort durch die Konsequenz, mit der er auf eine Auflösung im üblichen Sinn verzichtet.
Bilder








Besetzung & Stab
- Christian Friedel als The School Teacher
- Ernst Jacobi als The School Teacher as an Old Man (voice)
- Leonie Benesch als Eva
- Ulrich Tukur als The Baron
- Fion Mutert als Sigmund
- Ursina Lardi als Marie Louise
- Burghart Klaußner als The Pastor
- Steffi Kühnert als The Pastor's Wife
- Maria Dragus als Klara
- Josef Bierbichler als The Steward
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Verfügbarkeit
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