Liebe (2012)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Michael Haneke |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 126 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2012-09-20 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 8.900.000 $ |
| Einspielergebnis | 29.800.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,8 (1.819 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Georges und Anne sind pensionierte Musiklehrer und leben in einer geräumigen Pariser Wohnung. Beide sind über achtzig, beide bei klarem Verstand, beide selbstständig.
Dann erleidet Anne einen Schlaganfall und bleibt gelähmt. Georges pflegt sie zu Hause, während sie zunehmend vereinsamt und verzweifelt. Ihre Tochter Eva kommt zu Besuch und findet keinen Zugang mehr zu dem, was in dieser Wohnung geschieht.
Entstehungsgeschichte
Michael Haneke schrieb das Drehbuch und führte Regie. Der Anlass war persönlich: die Entscheidung seiner über neunzigjährigen Tante, die unter schwerem Rheuma litt, ihr Leben zu beenden. Haneke hat sich zwei Jahrzehnte mit dem Stoff beschäftigt, bevor er ihn umsetzte.
Jean-Louis Trintignant spielt Georges, Emmanuelle Riva die Anne, Isabelle Huppert die Tochter Eva. Der Pianist Alexandre Tharaud tritt als ehemaliger Schüler auf.
Es handelt sich um eine österreichisch-französisch-deutsche Gemeinschaftsproduktion.
Hinter den Kulissen
Gedreht wurde in acht Wochen in den TSF-Filmstudios in Épinay-sur-Seine bei Paris. Die vollständige Wohnung wurde dort als Kulisse errichtet.
Der Film verlässt diese Wohnung fast nie. Was geschieht, geschieht in diesen Räumen — und der Zuschauer bleibt dort ebenso eingeschlossen wie die beiden Figuren.
Dass Haneke die Wohnung im Studio nachbauen ließ, statt in einer echten zu drehen, ist dabei kein Widerspruch, sondern Voraussetzung: Nur so lassen sich Wände versetzen und Kamerawege bauen, die den Eindruck eines vollständig geschlossenen Raums erzeugen.
Einordnung & Wirkung
2012 gewann der Film die Goldene Palme in Cannes.
2013 folgte der Oscar als bester fremdsprachiger Film, dazu ein Golden Globe, mehrere BAFTAs und fünf Césars.
Die Kritik lobte Hanekes klinische Bilder und die Leistungen der beiden Hauptdarsteller; wiederkehrend war die Einordnung als virtuos inszeniertes Kammerspiel.
Er gehört zu den wenigen Filmen, die das Sterben nicht als Ereignis behandeln, sondern als Zeitraum — und die dem Zuschauer dabei nichts abnehmen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Jean-Louis Trintignant als Georges
- Emmanuelle Riva als Anne
- Isabelle Huppert als Eva
- Alexandre Tharaud als Alexandre
- William Shimell als Geoff
- Ramon Agirre als Concierge's Husband
- Rita Blanco als Concierge
- Carole Franck als Nurse #1
- Dinara Drukarova als Nurse #2
- Laurent Capelluto als Police Officer #1
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Verfügbarkeit
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